Im Juni 2025 wurde in Deutschland der Bau von 19.000 Wohnungen genehmigt. Laut dem Statistischen Bundesamt waren das 7,9 Prozent oder 1.400 Baugenehmigungen mehr als im Juni 2024. Im gesamten ersten Halbjahr 2025 wurden 110.000 Wohnungen genehmigt. Das waren 2,9 Prozent oder 3.100 Wohnungen mehr als im ersten Halbjahr 2024, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand für eine erste Jahreshälfte seit 2010 gesunken war.
Baugewerbe verzeichnet mehr Aufträge
In diesen Ergebnissen sind sowohl Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. Mehr Genehmigungen bedeuten mehr Aufträge und mehr Umsatz: Das Bauhauptgewerbe legt im Juli 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. So stieg laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 8,7 Prozent. (Quelle: baustoffmarkt-online.de)

Der „Bau-Turbo” ist am 30. Oktober 2025 in Kraft getreten. Diese Sonderregelung ist zunächst bis Ende 2030 befristet. Das Bundesbauministerium wird die Wirksamkeit der neuen Regelungen bis Ende 2029 evaluieren und prüfen, ob sie zur Schaffung neuen Wohnraums beitragen.
Keine Umweltauswirkungen

„Der Bau-Turbo verbindet beide Anliegen miteinander und zeigt: Schnelleres Bauen und Umweltschutz schaffen beide Lebensqualität, sie sind miteinander vereinbar. Da ist uns eine gute, schnelle und pragmatische Einigung gelungen”, sagte Bundesumweltminister Schneider zum Bau-Turbo.
Bau-Turbo für neu bauen, erweitern, aufstocken, umnutzen

- Die Planungszeit für eine Genehmigung von Wohnbauten wird von fünf Jahren künftig auf zwei Monate verkürzt werden.
- Städte und Gemeinden können künftig auf die Aufstellung eines Bebauungsplans verzichten. Das spart Kosten und vor allem Zeit. Denn bei der Aufstellung eines Bebauungsplans vergehen oft mehrere Jahre.
- Städte und Gemeinden können künftig von bestehenden Bebauungsplänen abweichen.
Altersgerecht, gesund und klima(wandel)fit wohnen
So hoch der Druck auf dem Wohnungsbaumarkt auch sein mag, es darf nicht nur um Quantität gehen. Das Ergebnis muss auch definierte Qualitätsstandards wie DIN-Normen und VDI-Richtlinien erfüllen. Neue und sanierte Wohnungen und Häuser müssen im Ergebnis wohngesund sein und Bewohnern und Bewohnerinnen ein schadstofffreies Ambiente garantieren.

Fit für den Klimawandel zu bauen, bedeutet, die die unabwendbaren Klimaveränderungen im Blick zu haben und entsprechende Anpassungen an zukünftige Entwicklungen direkt mitzudenken. Hierzu gehören die Integration von Grünflächen und Bepflanzung sowie das Einplanen und Entwickeln von Kühlstrategien am und um das neue und zu sanierende Gebäude.
Nicht zuletzt gilt es, auf Zielgruppen ausgerichtet zu bauen. Familien haben andere Ansprüche an das Raumangebot als der zunehmend alternde Teil unserer Gesellschaft. Altersgerecht zu bauen, bedeutet das Minimieren von Hindernissen wie Stufen und das Ermöglichen von Bewegungsfreiheit im sicheren und vertrauten Wohnumfeld.