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14. August 2024  (aktualisiert am 17. Juli 2025)

Das Flachdach richtig abdichten

von  hagebau Redaktion | 9 Min. Lesezeit | #Flachdach  #Flachdachabdichtung  #EPDM-Dichtungsbahnen  #Abdichtung  #Bitumen-Schweißbahn 

Abdichtung eines Flachdaches

Immer häufiger werden Garagen, Nebengebäude und ganze Häuser mit Flachdächern gedeckt. Diese passen nicht nur zu einem modernen Erscheinungsbild, sondern haben auch den Vorteil, dass sie begrünt, begangen und als Dachterrasse genutzt werden können. Besonders beim Flachdach spielt die Abdichtung eine große Rolle, da bereits bei kleinen Rissen schwere Schäden an der Bausubstanz entstehen können. Auch auf eine fachgerechte Entwässerung Deines Flachdachs muss geachtet werden. Des Weiteren erhältst Du hier zahlreiche Informationen über den Aufbau eines Flachdachs und das Material für dessen Abdichtung.

Mit einer fachmännischen Abdichtung Deines Flachdachs verhinderst Du die Bildung von Schimmel und feuchten Kellern. Ob Bitumen- oder Kunststoffbahnen – beide Materialien besitzen ihre Vorzüge bei der Flachdachabdichtung.

Warum ist eine fachmännische Abdichtung des Flachdachs wichtig?

Beim Steildach sorgen Dachziegel dafür, dass kein Wasser ins Gebäude eindringen kann. Hingegen muss beim Flachdach für diesen Zweck eine spezielle Abdichtung angebracht werden. Diese Abdichtung muss starken Temperatur- und Wettereinflüssen standhalten. Zudem fließt auf einem Flachdach das Wasser nicht einfach ab, sondern bleibt auf der geraden Fläche bestehen. Wenn die Abdichtung nicht präzise vorgenommen wurde oder beschädigt ist, kann das stehende Wasser mit der Zeit nicht nur dem Dach, sondern dem gesamten Haus schaden.

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Eine mangelhafte Flachdachisolierung kann zu erheblichen Schäden an der Bausubstanz führen. Durch eintretende Feuchtigkeit kann sich schnell Schimmel oder Fäulnis am Gebäude bilden. Im schlimmsten Fall wird dadurch eine umfangreiche und kostenintensive Flachdachsanierung erforderlich. Um Staunässe zu verhindern und eine schnelle Trocknung des Flachdachs zu gewährleisten, sollten Blätter und Schmutz stets vom Dach entfernt werden. Auf diese Weise wird eine langlebige Abdichtung sichergestellt. Durch regelmäßige Wartungsarbeiten kann ein Fachmann rechtzeitig Schäden erkennen und beheben.

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Welche Materialen stehen mir bei einer Flachdachabdichtung zur Auswahl?

Um Dein Flachdach vor Wind und Wetter zu schützen, muss es mit einer Abdichtung versehen werden. Hierbei stehen Dir unterschiedliche Abdichtungsmaterialien zur Auswahl. Abhängig vom Verwendungszweck und Dachaufbau werden Bitumen-, Kunststoff- und EPDM-Dichtungsbahnen (Ethylen-Propylen-Dien; M-Gruppe) eingesetzt. Alle drei Materialien sind wasserundurchlässig und besitzen verschiedene Eigenschaften. Bitumen und Kunststoffe werden auch in flüssiger Form zur Flachdachabdichtung verwendet.

Bitumen-Schweißbahnen sind das beliebteste Material für die Dachabdichtung. In der Regel werden sie heiß verklebt, doch können auch kalt verlegt werden. Aber auch Kunststoffbahnen in Form von PVC kommen häufig zum Einsatz. Sie sind UV-beständig und äußerst resistent gegen Kälte und Hitze. Wenn auf Deinem Flachdach lediglich ein geringes Gewicht für die Abdichtung einberechnet wurde, eignen sich besonders EPDM-Dichtungsbahnen aus Kautschuk.

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Neben der Auswahl des richtigen Materials sind bei einer wirksamen Flachdachisolierung auch die Verarbeitung und Wartung wichtige Faktoren. Da Flachdächer 100% wasserdicht sein müssen, sollte die Abdichtung unbedingt von einem Profi ausgeführt werden.

Was sind die Vor- und Nachteile von Bitumen bei einer Abdichtung?

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Bitumen wird häufig für die Abdichtung von Flachdächern verwendet, da es nicht nur wasserdicht, sondern auch leicht zu verarbeiten ist. Dieses Material wird in Form von Bahnen angeboten, welche durch Hitze miteinander verklebt werden. Die Oberschicht einer Bitumenbahn ist häufig mit einer Gesteinskörnung versehen.
Für einen noch besseren Schutz werden mehrere Bahnen übereinander gelegt und mit offener Flamme verschweißt. Dadurch werden die Nähte ideal abgedichtet, sodass kein Wasser ins Gebäude eindringen kann. Um Schweißnähte von vornherein zu verhindern, gibt es Bitumen auch in flüssigem Zustand.
Beim Flachdach müssen insbesondere die Dachrandabschlüsse präzise abgedichtet werden.
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Bei Bitumenbahnen handelt es sich um eine langlebige und preisgünstige Dachabdichtung. Ein großer Vorteil ist, dass Beschädigungen einfach mit neuen Bahnen geflickt werden können. Allerdings müssen Bitumenabdichtungen auf Flachdächern nach ca. 10 Jahren erneuert werden. Ein Nachteil besteht darin, dass Bitumen bei hohen Temperaturen schmilzt. Moderne Bitumenbahnen werden deshalb mit Kunststoffen angereichert, wodurch sie weniger witterungsanfällig sind. Diese Bahnen werden jedoch nur für die obere Deckschicht benutzt.

Soll ich mich für eine Flachdachabdichtung aus Kunststoffbahnen entscheiden?

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Eine Flachdachabdichtung mit Kunststoff ist eine lohnenswerte Alternative zu den Bitumenbahnen, da sie lediglich einlagig verlegt werden müssen. Dadurch sparst Du Zeit beim Verlegen. Zudem muss Dein Flachdach durch die Verlegung von Kunststoffbahnen weniger Gewicht tragen.
Dieses Abdichtungsmaterial kann für Dich eine interessante Alternative zu den Bitumen-Dichtungsbahnen sein, wenn Dein Dach für ein geringes Gewicht konzipiert wurde.

Neben Bitumenbahnen kannst Du Dein Flachdach auch mit Kunststoffbahnen abdichten. Auch Dichtungsbahnen aus Kunststoff sind für eine Flachdachabdichtung geeignet.

Auch wenn Du eine Sanierung Deiner Flachdachabdichtung anstrebst, sind Dichtungsbahnen aus Kunststoff ein geeignetes Mittel. Denn diese können ideal auf alten und beschädigten Bitumenabdichtungen verlegt werden. Damit ersparst Du Dir die Mühe, den alten Bitumen von Deinem Dach zu entfernen. Zudem ist die Verlegung ohne eine offene Flamme möglich. Es werden lediglich die Nähte mittels eines Heißluftföns miteinander verschmolzen. Außerdem hat eine Abdichtung Deines Flachdachs mit Kunststoffbahnen den Vorteil, dass sie äußerst UV- und temperaturbeständig ist.

Welche Wirkung hat eine Flachdachbegrünung auf meine Abdichtung?

Ein Flachdach eignet sich gut für eine Dachbegrünung - diese sieht nicht nur schön aus, sondern wirkt sich auch positiv auf die Abdichtung Deines Dachs aus. Mithilfe einer Dachbegrünung kannst Du nicht nur der Natur ihre Fläche zurückgeben, sondern auch Dir selbst etwas Gutes tun. Ein begrüntes Flachdach ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein wirksamer Schutz und Klimaregulator.

Durch eine Flachdachbegrünung kann die Dichtheit Deines Flachdachs verbessert werden: Bei fachgerechter Bauweise schützt ein Gründach die Abdichtung vor UV-Strahlung, Hagelschlag, Hitze und Kälte. Da die Dichtungsebene in einem gleichmäßig temperierten Bereich liegt, hat die Abdichtung eine deutlich längere Lebenszeit als bei einem herkömmlichen Dach.

Nicht zuletzt kann ein begrüntes Flachdach Temperaturschwankungen im Tages- und Jahresverlauf abfedern. Im Winter geht weniger Wärme über das Dach verloren, im Sommer schirmt die Dachbegrünung Hitze ab. Nicht zu vergessen: Gründächer haben einen großen Nutzen für die Umwelt. Abhängig von Bauart und Substratmaterial können sie bis zu 90% der Niederschläge zurückhalten und speichern, was das Kanalsystem bei Starkregen deutlich entlastet.

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Doch welche Flachdachabdichtung ist auch für ein Gründach geeignet? Hierfür bieten sich Kunststoff-Dichtungsbahnen, insbesondere EPDM, an. Dieses Material ist gegen Durchwurzelungen geschützt, wodurch eine zusätzliche Wurzelschutzfolie nicht benötigt wird.

Vorteile einer Dachbegrünung:

  • Verlängert die Lebensdauer der Flachdachabdichtung
  • Einsparung von Energiekosten
  • Optimaler Wasserrückhalt
  • Erhöhter Schallschutz
  • Kleinklimaverbesserung durch Filterung von Schadstoffen

Was ist der Unterschied zwischen einer extensiven und intensiven Dachbegrünung?

Für die Dachbegrünung eignen sich insbesondere Flachdächer. Doch auch Steildächer mit einer entsprechenden Konstruktion, die dafür sorgt, dass das Erdsubstrat nicht abrutscht, können begrünt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten - der extensiven und intensiven Dachbegrünung.

Extensive Begrünung

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  • Gräser, Kräuter, Moose und Sukkulenten
  • Rasche Bildung eines geschlossenen Pflanzenteppichs
  • Geringer Substrataufbau - 6 bis 20 cm
  • Leichte bis mittlere Tragfähigkeit des Dachs notwendig
  • Sehr geringer Bewässerungs- und Pflegebedarf
  • Günstig in der Umsetzung

Intensive Begrünung

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  • Gräser, Sträucher, Bäume
  • Eignet sich für begehbare Dachgärten
  • Freie Gestaltungsmöglichkeiten mit Wegen und Sitzmöglichkeiten
  • Hoher Substrataufbau, aufgrund hoher Durchwurzelung
  • Wenn nötig betonierte Erdbecken für Baumwurzeln
  • Große Tragfähigkeit des Daches ist notwendig
  • Zeitaufwendig und pflegeintensiv
Hagebauprofi-Logo in Rot und Grün mit stilisiertem Sechseck.

hagebau Redaktion

Der hagebau Fachhandel ist unter dem Dach der hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG führende Kooperation im Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel. Die zwölf Spezialisierungssysteme und das E-Commerce Team veröffentlichen die redaktionellen Inhalte.

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