Geräusche beim Begehen eines Parkettbodens sind ärgerlich. Gerade bei einem frisch verlegten Bodenbelag stellt sich die Frage: Sind solche Geräusche akzeptabel, welche Ursachen stecken dahinter, und vor allem: Wie lässt sich Knarren oder Knacken beheben?
Diese Geräusche zeigen Fehler beim Verlegen des Fertigparketts
Verschiedene Geräusche können darauf hinweisen, dass ein Parkettboden fehlerhaft verlegt wurde.

Diese Geräusche sind in der Regel so laut, dass sie ein Gespräch bei normaler Zimmerlautstärke übertönen. Die Suche nach Fehlern kann dadurch komplexer werden, dass die Geräusche eventuell nur punktuell auftreten und sich nicht immer sofort oder nur hin und wieder zeigen. Aus diesen Gründen ist eine genaue Kontrolle bei der Abnahme sowie eine Beobachtung des neuen Fertigparketts in den ersten Monaten besonders wichtig.
Wer als Auftraggeber Ansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend machen will, das das Parkett verlegt hat, der muss also eine genaue Kontrolle durchführen. Gleiches gilt für Handwerker, die Fertigparkett verlegen. Ein Abnahmeprotokoll, das gemeinsam mit dem Auftraggeber ausgefüllt wird, sorgt für Sicherheit.
Gründe für Geräusche beim Fertigparkett
Die Gründe für Geräusche beim Fertigparkett lassen sich auf einige wenige Auslöser zurückführen. Die Grundvoraussetzung für Geräusche, die beim Begehen entstehen, ist eine Bewegung im Parkett. Sie ist nur dann möglich, wenn Spiel zwischen den Planken des Parketts vorhanden ist. Dadurch kommt es unter Belastung zu Reibungen, die für die Geräusche verantwortlich sind, die beim Gehen zu hören sind.

Auch bei fest verklebtem Fertigparkett treten mitunter Geräusche beim Begehen auf. Es gibt zwei Gründe, die Auslöser für die meisten Geräusche sind. Zum einen ist dies ein unebener Boden, der nicht fachgerecht ausgeglichen wurde. Zum anderen ist es möglich, dass ein falscher Leim oder ein Klebstoff verwendet wurde, der nicht in ausreichender Menge aufgetragen wurde. Dadurch entstehen Stellen, an denen das Parkett nicht mit dem Untergrund verbunden ist und der Boden ebenfalls zu viel Spielraum für Bewegungen hat.
Eine weitere Quelle für Geräusche ist der Bereich an den Wänden. Wer dies wahrnimmt, der hat wahrscheinlich ein Problem mit einem Fertigparkett, das sich nach dem Verlegen ausgedehnt hat. Dann ist zu wenig Spielraum zwischen Parkettboden und Wand vorhanden. Im Ergebnis reibt und drückt das Fertigparkett an der Wand, was ebenfalls unangenehme Geräusche erzeugt. Auch dabei liegt eventuell ein Fehler beim Verlegen vor. Fertigparkett wird immer mit einem gewissen Abstand zu allen Wänden verlegt. Speziell dafür existieren Abstandskeile, die eine Dehnungsfuge von bis zu 15 Millimetern erzeugen. Nach dem Verlegen werden die Keile entfernt.
Heutzutage selten ist vernageltes Parkett. Es findet sich primär in alten Holzhäusern, wo besonders häufig Geräusche auftreten. Sie ergeben sich meist durch die Reibung zwischen Nagel und Holz. Da sich im Laufe der Zeit das Holz bewegt und die Nägel lockerer werden, steigert sich oftmals auch die Geräuschkulisse.
Ein grundsätzlicher Auslöser für Geräusche bei Fertigparkett kann das Raumklima sein. Vor allem ist es die Luftfeuchtigkeit, die einen Einfluss auf den Holzboden hat. Das Raumklima beeinflusst dadurch, wie sich das Holz im Parkett ausdehnt oder zusammenzieht. Aus diesem Grund ist es ratsam, den Parkettboden einige Zeit in dem Raum zu lagern, in dem er verlegt werden soll. Dadurch passt er sich an das Raumklima an und verzieht sich nach dem Verlegen nicht mehr. Ist der Auslöser von Geräuschen also eine zu kurze Lagerung, dann kann von einem Verlegefehler gesprochen werden.

Rechtliche Fragen: Wer haftet bei einem knarrenden Fertigparkett?
Wer sich einen teuren Parkettboden verlegen lässt und dann mit lauten Geräuschen zu kämpfen hat, der ist verständlicherweise unzufrieden. Schnell stehen dann Anschuldigungen gegenüber dem Unternehmen im Raum, das das Parkett verlegt hat. Dies geschieht nicht immer zu Recht, wie sich oftmals zeigt. Dennoch haben Unternehmen verschiedene Pflichten, denn die Verlegung eines Fertigparketts ist komplizierter und vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint.
Dies beginnt bereits bei der Beratungspflicht des Unternehmens. Dabei geht es zum Beispiel darum, Kunden über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verlegemethoden zu informieren. Gerade Klickparkett neigt beim schwimmenden Verlegen dazu, Geräusche zu erzeugen. Fordert der Kunde die schwimmende Verlegung, dann sollte dies schriftlich im Auftrag fixiert sein.
Natürlich gilt es, bei der Arbeit fachgerecht vorzugehen. Verleger, die eine Trittschalldämmung vergessen oder das Fertigparkett auf einem augenscheinlich unebenen und ungeeigneten Untergrund verlegen, stehen schnell in der Haftung, Probleme zu beseitigen.
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Knarren beheben: Diese Optionen gibt es

Entstehen die Probleme durch eine zu nahe Montage an der Wand, dann besteht eventuell die Möglichkeit, das Parkett an den Seiten zu stutzen. Da dieser Bereich durch den Wandsockel verdeckt ist, entsteht dadurch kein optischer Nachteil. Ist das Raumklima der Auslöser, dann herrscht oftmals eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Dies lässt sich möglicherweise beheben, indem die Luftfeuchtigkeit reduziert und so das Raumklima verbessert wird.
In vielen Situationen ist die Korrektur von Geräuschen bei einem Parkettboden also mit viel Arbeitsaufwand verbunden. Deshalb ist es ratsam, beim Verlegen sorgsam zu arbeiten und Fehlerquellen sofort zu beheben. Dadurch lässt sich ein späterer, deutlich höherer Arbeitseinsatz vermeiden.