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12. Dezember 2025  (aktualisiert am 12. Dezember 2025)

Jeder trägt zur Veränderung bei

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 2 Min. Lesezeit | #Nachhaltigkeit  #Handwerk  #Planung  #Zertifizierung  #Recycling 

Nachhaltigkeit ist keine Diskussion für Eliten, sondern eine große Gemeinschaftsaufgabe. Ein Bauprojekt involviert viele Menschen: bei kleinen Projekten wenige Einzelne, bei Großprojekten bis zu mehrere Tausende. Neben dem Bauherrn und den Architekten gehören auch die Hersteller von Baustoffen und Produkten dazu, ihre Zulieferer, Transporteure, Handwerker, Fachplaner, Behördenmitarbeiter, Betreiber, Nutzer, Energie- und Wasserversorger, Reinigungsfirmen, aber auch Nachbarn und Passanten.

Die Baubranche gibt vielen Menschen Arbeit. Allein die Bauwirtschaft zählt über zwei Mio. Beschäftigte. Und ca. 730.000 Menschen arbeiten in Architektur- und Ingenieurbüros. Gerade diese sind für die erzielbare gute Qualität von Gebäuden so wichtig, denn die Planungsphase ist der bestimmende Zeitraum. An Nachhaltigkeit orientierte Planung bedeutet, bereits in der Bedarfsplanung Umweltauswirkungen und soziale Aspekte zu beachten, alle relevanten Interessensgruppen einzubinden, in Ausschreibung und Vergabe auf Nachhaltigkeit zu achten, leise, staubarme und saubere Baustellen zu führen, Qualitäten und Eigenschaften des Gebäudes gut zu dokumentieren, bei der Bauausführung Qualität und Nachhaltigkeit als Messgrößen einzuführen, die Inbetriebnahme des Gebäudes zu begleiten, die Nutzer adäquat zu informieren und für das spätere Facility Management mitzudenken. Je stärker diese Aspekte beachtet werden, desto nachhaltiger werden die Gebäude.

Welche Anforderungen ergeben sich aus den Nachhaltigkeitsanforderungen fürs Handwerk?

Das QNG-Siegel bewertet ebenso wie das DGNB System die Nachhaltigkeit des gesamten Gebäudes. In der Ausführungsphase kommt die Rolle des Handwerks zum Tragen. Tätigkeiten in diesem Sektor haben großen Einfluss bei der Erfüllung vieler Kriterien:

  • Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Planungsziele wie Materialauswahl, Dämmstandards, Recyclingfähigkeit etc.
  • Dokumentation der eingesetzten Baustoffe und Erbringung entsprechender Nachweise wie EPDs oder zu VOC
  • Baustellenorganisation wie Abfallmanagement, Wertstofftrennung, Umgang mit Gefahrstoffen und Energieverbrauch
  • Enge Zusammenarbeit mit Planern, Bauleitern und QNG-Auditoren zur rechtzeitigen Abstimmung von Änderungen und Ersatzprodukten
  • Teilnahme an Schulungen und Erwerb entsprechender Qualifikationen, um die Nachhaltigkeitsanforderungen zu verstehen und korrekt umzusetzen

Geprüfte Produkte fürs zertifizierte Gebäude

Die Beziehung zwischen einem zertifizierten Gebäude und geprüften Produkten ist eine indirekte. Ein geprüftes Produkt macht noch kein nachhaltiges Gebäude, denn das Siegel wird für das gesamte Gebäude vergeben. Viele Nachhaltigkeitskriterien setzen jedoch geprüfte, deklarierte oder zertifizierte Produkte voraus, ohne die das Gebäude die Nachhaltigkeitsanforderungen für das Zertifikat nicht erfüllen kann.

Schulung

Die DGNB Akademie arbeitet derzeit an Schulungsangeboten zur Nachhaltigkeitsqualifizierung speziell für das Handwerk, die voraussichtlich ab Frühjahr 2026 buchbar sind. Ziel ist es, praxisnahe und maßgeschneiderte Schulungsformate zu entwickeln, die Betriebe direkt in ihrem Alltag unterstützen. Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten unter: dgnb.de/akademie

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