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8. November 2025  (aktualisiert am 21. November 2025)

So erhöht eine Vakuumdämmung die Nutzfläche in Gebäuden

von  textbroker | 7 Min. Lesezeit | #Vakuumdämmung  #Dämmung  #GEG  #Vakuumisolationspaneele  #Nutzfläche 
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So erhöht eine Vakuumdämmung die Nutzfläche in Gebäuden

Eine effiziente Dämmung senkt die Heizkosten, was in Zeiten hoher Energiepreise ein gutes Argument für die Investition ist. Zum einen gibt das Gebäudeenergiegesetz entsprechende Rahmenbedingungen vor, zum anderen haben natürlich auch Hausbesitzer ein Interesse daran, die laufenden Kosten möglichst niedrig zu halten. Die Vakuumdämmung ist eine recht neue Technologie, die vor allem durch Platzersparnis punktet.

Das Funktionsprinzip der Vakuumdämmung

Bei der Vakuumdämmung findet dasselbe Prinzip Anwendung, das auch bei anderen hocheffizienten Isolierlösungen eingesetzt wird. Thermoskannen setzen beispielsweise auf dieses Konzept. Ein Hohlraum mit einem Vakuum ist der Kern einer solchen Dämmung. In einem Vakuum gibt es kaum einen Wärmetransport, da keine Konvektion stattfindet. Dadurch entstehen sehr effektive Dämmkonzepte, die bereits bei einer geringen Dicke eine hohe Leistung erzielen.

Vorteile von Vakuumisolationspaneelen

  • Sehr hohe Wärmedämmleistung (0,14 W/(m²K) bei 1 cm)
  • Platzsparend – gleiche Dämmwirkung wie 5–8 cm Mineralwolle oder EPS
  • Ideal für Sanierungen – kaum Nutzflächenverlust
  • Einfache Montage ähnlich wie bei EPS-Platten
  • Schnelle, flächendeckende Dämmung

Einsatzmöglichkeiten für die Vakuumdämmung

Das Bild zeigt auf, wofür Vakuumdämmung geeignet ist.
Die Vakuumdämmung eignet sich grundsätzlich für ein breites Spektrum an Szenarien. Aufgrund der eher hohen Kosten für das Dämmmaterial kommt die Vakuumdämmung jedoch in erster Linie bei Wohngebäuden zum Einsatz. Dabei bietet sich spezifisch die Verwendung bei der energetischen Sanierung an. Durch die sehr effiziente Technologie erreichen selbst besonders alte und schlecht gedämmte Wohnhäuser mit einer vergleichsweise dünnen Vakuumdämmung den Niedrigenergiestandard.

Zudem gibt es in Gebäuden mehrere Bereiche, in denen sich eine Vakuumdämmung anbietet. Die klassische Nutzung ist der Einsatz als Dämmung der Wände. Besonders hat sich der Einsatz zudem in Teilbereichen etabliert, in denen sehr wenig Platz zur Verfügung steht und wo eine besonders effiziente Lösung erforderlich ist. Typische Anwendungsfälle sind Laibungen um Fenster oder die Nischen von Heizkörpern. Bei der Dämmung solcher eher kleinen Teilbereiche fallen die höheren Kosten für eine Vakuumdämmung weniger ins Gewicht.

Darüber hinaus ist die Vakuumdämmung für Decken und Kellerböden geeignet. Dabei spielt die Dämmtechnik erneut ihre besondere Stärke aus. Keller sind häufig flacher konzipiert als die regulären Wohnräume. Das führt bei der nachträglichen Dämmung der Kellerdecke regelmäßig zu Problemen, da sich die bereits niedrige Raumhöhe nochmals deutlich reduziert. Eine Vakuumdämmung verhindert dies.

kleiner Wohnraum mit Sofa und Dekoration neben einem Fenster
Ein interessanter Einsatzbereich sind außerdem Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Bei ihnen gelten oftmals strenge Auflagen, was die Fassade und andere Bereiche betrifft. Es muss daher meist vollständig auf eine Innendämmung ausgewichen werden. Gleiches gilt für kleine Wohnungen in beliebten Innenstadtbereichen. Hier ist die Grundfläche extrem teuer, und eine dicke Innendämmung verkleinert die Wohnfläche. Das führt dazu, dass sich die Mieteinnahmen reduzieren.

Die Investition in eine Vakuumdämmung rentiert sich aus diesem Grund gerade in diesem Szenario. Daten aus der Praxis zeigen, dass eine Vakuumdämmung bis zu drei Quadratmeter Grundfläche im Vergleich zu einer üblichen Innenwanddämmung gewinnt. In Innenstädten, wo der Quadratmeterpreis oft zwischen 5.000 und 15.000 Euro liegt, ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Stärken in der Sanierung: So schafft eine Vakuumdämmung mehr Nutzfläche

Das Bild zeigt, wie mehrere Gipsplatten mit der Hand angehoben werden.
Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ist aktuell ein zentrales Thema. Als Teil davon gilt es, die Dämmung zu verbessern und so die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes zu erfüllen. Eine solche nachträgliche Dämmung ist oftmals mit Kompromissen und Nachteilen verbunden. Ein relevanter Aspekt ist dabei der Verlust an Nutzfläche. Speziell bei der Dämmung von Innenwänden und Decken verlieren die Räume an Fläche, was nicht zu unterschätzen ist.

Ein Vergleich der Dämmoptionen zeigt schnell, welche Dimensionen ein solcher Verlust von Nutzfläche bei der nachträglichen Dämmung hat. Um einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,35 W/(m²K) zu erreichen, sind beispielsweise zehn Zentimeter EPS-Dämmplatten erforderlich. Bei der Dämmung mit einer klassischen Mineralwolle sind es sogar bis zu 20 Zentimeter. Mit einer Vakuumdämmung lässt sich derselbe Effekt bereits bei einer Stärke von nur 3,5 Zentimetern erreichen. Üblicherweise hat eine Vakuumdämmung inklusive Kaschierung eine Dicke zwischen einem und sechs Zentimetern.

Hinzu kommt, dass bei einer Dämmung mit Mineralwolle oder anderen Optionen eine Verkleidung der Dämmung notwendig ist – zum Beispiel mit Gipskartonplatten. Dies kostet weitere Nutzfläche oder senkt die Decke nochmals um einige Millimeter. Vakuumisolationspaneele gibt es hingegen fertig als Verbundwerkstoffe mit unterschiedlichen Oberflächen. Einige Beispiele sind eine Polystyrol-Kaschierung, Paneele mit brandsicherem Gewebeumschlag und Vakuumisolationsplatten mit Holz- oder Aluminiumoberfläche. Gleichzeitig sorgen die verschiedenen Kaschierungen für einen zusätzlichen Schutz. Damit ist sogar der Einsatz einer Vakuumdämmung auf Flachdächern möglich.

Mit einer Vakuumdämmung lässt sich bei der energetischen Sanierung also verhindern, dass Nutzfläche in Räumen verloren geht. Rund zehn Zentimeter im Vergleich zu den Standardlösungen sind in den meisten Fällen kein Problem. Gerade bei der Deckenhöhe sind dies wertvolle Zentimeter, aber auch kleine Räume profitieren davon, wenn die Wanddämmung möglichst dünn ist. In der Praxis wurden mithilfe der Vakuumdämmung bei Neubauten bereits Fassaden mit einer Dicke von nur zwölf Zentimetern erreicht. Gleichzeitig erfüllten diese Gebäude die hohen Anforderungen an ein Ultra-Niedrigenergiehaus. Das Ergebnis ist, dass die Nutzfläche im Gebäude maximiert wird.

Was gibt es bei einer Vakuumdämmung zu beachten?

Mann legt verschiedenen Platten auf dem Boden aus
Die neue Technologie bringt einerseits eine Menge Vorteile und ein hohes Potenzial mit. Andererseits gibt es bei einer Vakuumdämmung einige Punkte zu berücksichtigen. Zunächst ist der Fakt zu nennen, dass Vakuumisolationspaneele nicht wie andere Dämmmaterialien passend zugeschnitten werden können. Die Paneele dürfen nicht beschädigt werden, da ansonsten das Vakuum und somit die Dämmeigenschaft verloren geht.

Aus diesem Grund bieten Hersteller von Vakuumdämmlösungen Platten und Paneele in unterschiedlichen Größen an. So lassen sich – ähnlich wie bei einem Puzzle – die Platten exakt an die Bedingungen vor Ort anpassen. Es gibt sogar Software, die bei der Zusammenstellung der Dämmung hilft. Sie passt die Maße der Paneele an die Vorgaben an, sodass die Verlegung einfacher und effizienter abläuft. Monteure erhalten dann einen Verlegeplan, und die einzelnen Paneele sind markiert, sodass keine Verwechslung möglich ist.
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