Sie sind meist die erste Wahl in allen Anwendungsbereichen, in denen es heiß hergehen kann: Steinwolle-Dämmstoffe, die mit einem Schmelzpunkt über 1.000 °C und guter Dämmleistung nicht nur im Hochbau, sondern auch in industriellen Bereichen zum Einsatz kommen. Wir erklären, wie sie hergestellt werden und was in ihnen steckt.
Wie aus Steinen Wolle wird

Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung halten sie selbst infernalen Temperaturen stand – zum Beispiel bei Tiefgaragenbränden, bei denen die von Treibstoffen angeheizten Flammen erbarmungslos an die im besten Fall mit Steinwolle gedämmten Decken schlagen. Doch was macht Steinwolle-Dämmstoffe so unempfindlich gegenüber Hitze?
Natürlich
Steinwolle besteht vor allem aus Rohstoffen, die in der Natur sehr gut verfügbar sind – zum Beispiel den Gesteinssorten Diabas, Basalt und Dolomit. Darüber hinaus enthalten Steinwolle-Dämmstoffe heutzutage einen immer größer werden Anteil an Recyclingmaterial – so genannte Recycling-Formsteine. Diese werden aus sortenreinen Dämmstoffresten hergestellt, die im Fall von Knauf Insulation über das hauseigene Recycling-System RESULATION von Baustellen eingesammelt werden.
Dämmstoff aus heißer Lava

Die Rohstoffe, die enorme Temperaturen überstehen, bevor sie zu schmelzen beginnen, sind das Geheimnis der herausragenden Brandschutzeigenschaften der Steinwolle und ihres Schmelzpunkts von über 1.000 °C.
Von der Schmelze zur Steinwolle

Übrigens: Steinwolle-Fasern können auch in der Natur entstehen, wenn Lava bei Vulkanausbrüchen durch die Luft geschleudert wird. Auf Hawaii haben diese goldfarbenen Fasern sogar einen eigenen Namen: „Peles Haar“.
Alles in Form

Für Wärmedämmverbundsysteme wird auf druckfeste Platten beispielsweise häufig eine Haftbeschichtung aufgetragen. Andere Steinwolle-Dämmplatten erhalten Folien- und Vlies-Kaschierungen oder Deckschichten aus Holzwolle, wie bei Tektalan® Mehrschichtplatten von Heraklith®.
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CO2-Bilanz nach 95 Tagen positiv

Eine in Zusammenarbeit mit dem Planungs- und Bauberatungsbüro Ramboll durchgeführte Studie auf Basis von Modellrechnungen ergab, dass es ab dem Einbau der Dämmung nur 95 Tage dauert, bis Mineralwolle-Dämmstoffe von Knauf Insulation ihre CO2-Emissionen nach dem Einbau wieder wettgemacht haben und ihre CO2-Bilanz positiv wird.
Sicherheit und Nachhaltigkeit
Nicht nur ihre beachtliche Widerstandfähigkeit gegenüber Hitze, sondern auch ihre natürlichen Rohstoffe und ihre positive CO2-Bilanz machen Steinwolle-Dämmstoffe zu herausragenden Bauprodukten, die in unzähligen Anwendungsbereichen eingesetzt werden können. Egal ob Wand, Dach oder Decke: Steinwolle ist ein echtes Multitalent, das Gebäude und sogar industrielle Anlagen und elektrische Geräte wie zum Beispiel Öfen energieeffizienter, nachhaltiger und sicherer macht.