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23. September 2025  (aktualisiert am 23. September 2025)

Steinwolle-Dämmstoffe: Was steckt drinnen?

von  Knauf Insulation | 5 Min. Lesezeit | #Knauf  #Insulation  #Steinwolle  #Dämmung  #Dämmstoff 

Sie sind meist die erste Wahl in allen Anwendungsbereichen, in denen es heiß hergehen kann: Steinwolle-Dämmstoffe, die mit einem Schmelzpunkt über 1.000 °C und guter Dämmleistung nicht nur im Hochbau, sondern auch in industriellen Bereichen zum Einsatz kommen. Wir erklären, wie sie hergestellt werden und was in ihnen steckt.

Wie aus Steinen Wolle wird

Ein Mann kniet an einem Haufen Gestein
Egal ob auf dem Dach, an der Fassade, in der Brandschutz-Wand oder in Rohrschalen: Steinwolle-Dämmstoffe sind überall dort zu Hause, wo Wert auf gute Wärmedämmung bei gleichzeitig kompromissloser Sicherheit gelegt wird.

Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung halten sie selbst infernalen Temperaturen stand – zum Beispiel bei Tiefgaragenbränden, bei denen die von Treibstoffen angeheizten Flammen erbarmungslos an die im besten Fall mit Steinwolle gedämmten Decken schlagen. Doch was macht Steinwolle-Dämmstoffe so unempfindlich gegenüber Hitze?

Natürlich

Steinwolle besteht vor allem aus Rohstoffen, die in der Natur sehr gut verfügbar sind – zum Beispiel den Gesteinssorten Diabas, Basalt und Dolomit. Darüber hinaus enthalten Steinwolle-Dämmstoffe heutzutage einen immer größer werden Anteil an Recyclingmaterial – so genannte Recycling-Formsteine. Diese werden aus sortenreinen Dämmstoffresten hergestellt, die im Fall von Knauf Insulation über das hauseigene Recycling-System RESULATION von Baustellen eingesammelt werden.

Dämmstoff aus heißer Lava

Steinwolle Fasern
Für die Steinwolle-Herstellung werden diese Rohstoffe in perfekt abgestimmten Mischungen in sogenannten Kupolöfen (Schachtöfen) geschmolzen. Dabei entsteht bei Temperaturen um 1.500 °C eine Art heiße Lava, die weiterverarbeitet werden kann.

Die Rohstoffe, die enorme Temperaturen überstehen, bevor sie zu schmelzen beginnen, sind das Geheimnis der herausragenden Brandschutzeigenschaften der Steinwolle und ihres Schmelzpunkts von über 1.000 °C.

Von der Schmelze zur Steinwolle

Fasern aus
Die heiße, flüssige Masse – die sogenannte Schmelze – wird nach dem Ofen auf schnell drehende Schwungscheiben geleitet. Von diesen wird die Schmelze heruntergeschleudert und abgekühlt, wodurch Fasern entstehen, die dann mit einem Bindemittel benetzt und zu Dämmstoffen geformt werden können. Zwischen den Fasern wird Luft eingeschlossen, welche die Dämmeigenschaften der späteren Produkte erst möglich macht.

Übrigens: Steinwolle-Fasern können auch in der Natur entstehen, wenn Lava bei Vulkanausbrüchen durch die Luft geschleudert wird. Auf Hawaii haben diese goldfarbenen Fasern sogar einen eigenen Namen: „Peles Haar“.

Alles in Form

Steinwolle-Platten stehen auf einer Pallet eingeschweißt in Folie
Im weiteren Verlauf der Produktion werden die noch rohen, relativ weichen und weitgehend unförmigen Dämmstoffe behutsam zu Platten geformt und in einem nachgelagerten Härteofen ausgehärtet. Je nach Dicke und Dichte entstehen weichere oder druckfestere Platten und Matten in gewünschter Stärke, die am Schluss zugesägt, verpackt oder weiterverarbeitet werden können.

Für Wärmedämmverbundsysteme wird auf druckfeste Platten beispielsweise häufig eine Haftbeschichtung aufgetragen. Andere Steinwolle-Dämmplatten erhalten Folien- und Vlies-Kaschierungen oder Deckschichten aus Holzwolle, wie bei Tektalan® Mehrschichtplatten von Heraklith®.

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CO2-Bilanz nach 95 Tagen positiv

Grafik einer CO2 Amortisierungsrate
Betrachtet man die Umweltauswirkungen der Herstellung von Steinwolle-Dämmstoffen, fällt auf, dass der dafür nötige Schmelzprozess energieintensiv ist. Daher verursachen Produktion, Verpackung und Transport auch CO2. Beachtlich ist vor diesem Hintergrund, dass die fertigen Dämmprodukte die Energie und das CO2, das bei ihrer Herstellung emittiert wurde, im Einsatz schnell wieder einsparen.

Eine in Zusammenarbeit mit dem Planungs- und Bauberatungsbüro Ramboll durchgeführte Studie auf Basis von Modellrechnungen ergab, dass es ab dem Einbau der Dämmung nur 95 Tage dauert, bis Mineralwolle-Dämmstoffe von Knauf Insulation ihre CO2-Emissionen nach dem Einbau wieder wettgemacht haben und ihre CO2-Bilanz positiv wird.

Sicherheit und Nachhaltigkeit

Nicht nur ihre beachtliche Widerstandfähigkeit gegenüber Hitze, sondern auch ihre natürlichen Rohstoffe und ihre positive CO2-Bilanz machen Steinwolle-Dämmstoffe zu herausragenden Bauprodukten, die in unzähligen Anwendungsbereichen eingesetzt werden können. Egal ob Wand, Dach oder Decke: Steinwolle ist ein echtes Multitalent, das Gebäude und sogar industrielle Anlagen und elektrische Geräte wie zum Beispiel Öfen energieeffizienter, nachhaltiger und sicherer macht.

Logo von knauf Insulation

Knauf Insulation

Knauf Insulation ist der Dämmstoffspezialist der Knauf Unternehmensgruppe. Wir bieten Lösungen, die in Gebäuden Energie sparen, die Sicherheit verbessern und den Wohnkomfort erhöhen. Bei deren Herstellung setzen wir auf Rohstoffe, die in der Natur schnell nachwachsen oder recycelt wurden – zum Beispiel Gestein, Recyclingglas und zertifiziertes Holz. Daraus entstehen in hochmodernen Produktionsanlagen unsere Mineralwolle-Dämmstoffe und Heraklith® Holzwolle-Produkte.

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