Ist eine Treppe optisch nicht mehr ansprechend, gewährleistet sie nicht mehr die Trittsicherheit oder soll sie umgenutzt werden, dann lässt sich dies mit Renovierungsmaßnahmen beheben. Es ist nicht notwendig, eine komplett neue Treppe zu bauen. In der Regel ist es ausreichend, bestimmte Treppenelemente zu ersetzen, um einen schicken und sicheren Aufgang zu kreieren.
Wann ist eine Treppenrenovierung notwendig?

- die Treppenstufen ausgetreten sind.
- die Konstruktion nachgibt.
- das verwendete Holz morsch ist.
- der Stufenbelag rissig oder rutschig geworden ist.
- das Treppengeländer seine Funktion nicht mehr sicher gewährleisten kann.
- die Treppe beim Besteigen laute Geräusche von sich gibt.
- der Stil des Treppenaufgangs nicht mehr zur restlichen Ausstattung des Hauses passt.
- der Treppenunterbau als zweckmäßiger Stauraum genutzt werden soll.
- eine Haussanierung auch die Treppe umfassen soll.
Treppe renovieren, sanieren oder neu kaufen?

Tatsächlich muss die alte Treppe nicht abgerissen werden. Eine neue, sichere und stilvolle Treppe kann über Renovierungsbausätze für Treppen errichtet werden. Ganz gleich, welche Farbe und welches Design gewünscht ist: Baumärkte und Hersteller bieten fertige Stufen und Kanten, die zum Stil der Einrichtung passen. Es besteht die Wahl zwischen hellem oder dunklem Holz oder farbigen Ausführungen.

Welche erweiterten Möglichkeiten bieten sich bei der Treppenrenovierung an?
Wer eine Treppe restauriert, der kann sie praktischerweise gleich mit neuen Eigenschaften ausstatten. Dazu gehört unter anderem der Anstrich mit einer Farbe, die die Stufen dank Phosphoreszenz nachts leuchten lässt. Allerdings funktioniert dies nur, wenn die Farbe tagsüber ausreichend Licht aufnehmen und speichern kann. Überdies muss besonders auf hochwertige Produkte geachtet werden, denn ansonsten hält der Effekt nur wenige Monate an. Weitere neue Eigenschaften können sein:
- Stufenbeleuchtung, vorzugsweise mit LEDs
- Aufkleben besonders rutschfester Tritt-Pads, empfehlenswert vor allem für ältere Menschen
- Montage eines Treppenaufzugs
- Umbau eines normalen Treppenaufgangs in eine Wendeltreppe, um mehr Wohnraum zu gewinnen
Der Unterbau einer regulären Treppe lässt sich auf verschiedenste Weise nutzen. Unter der Treppe kann ein Schuhschrank, ein dekoratives Regal oder eine Garderobe eingebaut werden. Wird ein Haus grundlegend saniert, dann kann der Raum unter der Treppe sehr gut für die Unterbringung der Haustechnik genutzt werden – vom Sicherungskasten bis zum Absperrventil fürs Wasser.
Welches Material für eine Treppenrenovierung?
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Woraus der sichtbare Teil der Treppe und insbesondere der Stufen gefertigt sein soll, ist ganz den Bewohnern und ihrem Geschmack überlassen. Im Trend liegen Holzstufen, wobei solche aus Eiche oder Buche für ihre Langlebigkeit bekannt sind. Alternativ kann ein robustes Klickparkett genutzt werden, das auch für Stufen hergestellt wird. Soll die Treppe textil verkleidet werden, dann sind die extrem strapazierfähigen Nadelfilzteppiche die beste Wahl. Eine weitere Option ist das umweltfreundliche Linoleum, wobei Treppenbeläge mit schier endloser Auswahl an Dekoren verfügbar sind.
Ein praktischer Helfer bei der Renovierung von Treppen ist ein Stufenmesser, mit dem das Ausschneiden der Stufen kinderleicht wird. Empfehlenswert ist die Verwendung eines Montageklebers auf Basis eines lösungsmittelfreien MS-Polymers. Abhängig von der Konstruktionsweise der Treppe sind zur Renovierung Einzelstufen, Doppelstufen, ein Stufen-Set und Hinterkantenleisten erhältlich.
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Schrittweise Anleitung zur Renovierung
Eine Treppe zu renovieren, ist zeitaufwändig und mühsam, aber nicht besonders schwierig. Alte Treppen sind häufig mit einem Kunststoffteppich oder einem anderem Material bedeckt, das zunächst entfernt werden muss.
Bevor mit der Treppenrenovierung begonnen wird, sollte das Holz der Treppe begutachtet werden. Dazu muss an mehreren Stellen die Farbe entfernt und eventuell eine kleine Bohrung vorgenommen werden, um zu sehen, wie stabil das Holz ist. Erst wenn feststeht, dass das Holz einwandfrei ist, kann mit der Arbeit begonnen werden. Zeigt das Holz Anzeichen von Verrottung oder ist von Holzschädlingen befallen, dann müssen die schadhaften Konstruktionsteile ausgetauscht werden. Eventuell es ist notwendig, die gesamte Treppe abzureißen.
Dies sind die einzelnen Arbeitsschritte beim Renovieren einer Treppe:

1. Begonnen wird mit dem Entfernen des Materials, mit dem die Treppe bedeckt ist. Für alte Leimreste gibt es Leimlöser. Das flüssige Mittel muss dick aufgetragen werden und eine Weile einwirken. Danach lässt sich der Kleber mit einem Spachtel und einem Tuch entfernen. Oft muss dieser Arbeitsschritt mehrfach wiederholt werden, bis der gesamte Kleberrest entfernt ist.
2. Dann geht es ans Spachteln. Kleinere Schäden und Risse werden mit Holzspachtel gefüllt, größere Schäden werden mit einem standfesten Spachtel ausgebessert. Die Spachtelmasse muss unbedingt gut trocknen, bevor mit dem Schleifen begonnen wird. Die Trocknungszeit bei Spachtelmassen und Holzspachteln ist unterschiedlich. Hinweise gibt in der Regel die Herstellerbeschreibung in der Anleitung der Spachtelmasse.
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Geschliffen werden muss die gesamte Treppe mit einem nicht zu feinkörnigen Schleifpapier. Es ist ratsam, dafür eine Schleifmaschine zu verwenden. Professionelle Geräte werden von Baumärkten gegen Gebühr verliehen. Ist der Grobschliff beendet, dann erfolgt anschließend der Feinschliff mit einem feinkörnigen Schleifpapier. Dabei sollte immer entlang der Faserrichtung des Holzes gearbeitet werden. Außerdem ist mit einer Wasserwaage zu prüfen, ob die Flächen der Treppenstufen eben sind.
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Der finale Anstrich bringt die Schönheit der frisch renovierten Treppe zur Geltung und schützt sie auf Jahre. Zuerst muss die Fläche grundiert werden, anschließend muss sie trocknen. Dann wird die gesamte Treppe gestrichen, eventuell mehrfach. Alternativ wird die Treppe mit einem klaren Treppenlack konserviert. Eine weitere Option sind Treppenstufen, die zumeist mit einer Stärke von 15 Millimetern bereits geölt geliefert werden. Sie müssen allerdings mindestens ein weiteres Mal geölt werden, bevor sie optimal geschützt sind.

