Werktrockenmörtel mit Calcium-Sulfo-Aluminat-Zement (CSA) stellen eine Innovation in der Bauindustrie dar, die durch ihre technischen und ökologischen Vorteile zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die CSA-Technologie hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Gebäude und Infrastrukturen errichten, grundlegend zu verändern. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Herstellung, Eigenschaften sowie Anwendungs- und Umweltvorteile von CSA-Zementen.
CSA - Was steckt dahinter?

Die Hauptbestandteile von CSA-Zementen in Werktrockenmörteln sind Bauxit (40 %), Kalkstein (30 %) und Anhydrit (25 %). Dieses Rohmehlgemisch wird bei einer relativ niedrigen Temperatur von ca. 1250 °C gebrannt.
Im Vergleich zu der herkömmlichen Herstellung von Portlandzement, der bei etwa 1450 °C gebrannt wird, kommt es bei der Herstellung von CSA-Zementen schon in den ersten Produktionsschritten zu einer geringeren CO2-Emission. Die CSA-Schlüsselkristallphase ist Yeelimit mit einem Anteil von 60 %. Im letzten Herstellungsschritt wird der CSA-Klinker mit 20 % Calciumsulfat verblendet und zu CSA-Zementpulver vermahlen.
Schnelle Aushärtung

Das schlagartige Aushärten hat zur Folge, dass der verlegte Belag dann bereits nach ca. 90 bis 120 Minuten begangen werden kann und innerhalb von ca. 6 Std. voll belastbar ist. Neben der langen Verarbeitungszeit ist die lange Korrigierzeit ein wichtiger Aspekt. Diese beträgt ca. 30 Minuten – und dies nahezu unabhängig von der Umgebungstemperatur.
Gesundheitsschutz bei der Verarbeitung

Hier bieten Mörtel mit CSA-Technologie einen weiteren großen Vorteil. Bei der Hydratation von CSA-Zementen bildet sich kein Portlandit (umgangssprachlich Kalk, Ca(OH)2), so dass frisch angerührte Mörtel mit CSA-Technologie einen pH-Wert von etwa 10,5 aufweisen, während PZ-Mörtel bei circa 12,5 liegen.Ein pH-Unterschied von zwei Einheiten bedeutet, dass CSA-Mörtel rund einhundert Mal weniger alkalisch und somit wesentlich weniger hautreizend sind als klassische Portlandzementmörtel.
Nachhaltigkeit und Wohngesundheit

Dies trägt nicht nur zur Senkung der Betriebskosten bei, sondern auch zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Zementproduktion. Außerdem kann CSA-Klinker mit weniger Energieaufwand gemahlen werden als der härtere PZ-Klinker.
Die CSA-Mörtel erfüllen alle Anforderungen an das moderne Bauen und leisten ebenso einen Beitrag zur Wohngesundheit. Sie sind in externen Prüfeinrichtungen überprüft und als sehr emissionsarm mit dem Siegel GEV-EMICODE EC 1 PLUS ausgezeichnet.