Die Attraktivität von Holzhäusern erklärt
Holzhäuser werden immer beliebter. Grund sind die Vorteile von Holzhäusern und Blockhäusern gegenüber Steinbauten und die einzigartigen Eigenschaften von Holz.
Blockhäuser und Holzhäuser sind nachhaltig
Rein statistisch gesehen, wächst in jeder Minute in deutschen Wäldern ausreichend Holz nach, um davon ein durchschnittliches Einfamilienhaus zu bauen. Insofern ist Holz ein schnell nachwachsender Rohstoff, der bei seiner Entstehung obendrein Sauerstoff erzeugt. Und ist der Baum gefällt, in Bretter und Bohlen zersägt, bindet jeder Kubikmeter Holz mindestens eine Tonne CO2, abhängig von der Holzart. So kann ein Einfamilienhaus rund 40 Tonnen CO2 aufnehmen und dieses so lange speichern, wie das Holz in seiner Form besteht. Überdies ist zur Herstellung von Bauholz kein übermäßig hoher Energieaufwand notwendig. Werden zum Hausbau Rohstoffe nach ökologischen Gesichtspunkten bevorzugt, kann Holz aus den Wäldern der Umgebung genutzt werden, was lange Transporte verhindert. Im Vergleich zu Beton oder Mauerwerk spart Holz beim Bau eines Hauses rund 0,8 Tonnen CO2/qm ein, inklusive Transport. Das macht bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 40 Kubikmetern Holz eine Einsparung von 32 Tonnen. Das entspricht etwa der Menge CO2, die ein normaler Pkw bei knapp 200.000 Kilometern verursacht.
Holz ist ein exzellenter Dämmstoff
In der Tat ist Holz ein außergewöhnlicher Isolator und Energiesparer. Die Wärmeleitfähigkeit von Holz ist sehr niedrig, weshalb bereits bei Wandstärken von mindestens 70 Millimetern auf eine zusätzliche Wärmedämmung verzichtet werden kann. Im Vergleich zum Holz kann diesbezüglich kein anderes Baumaterial mithalten. Die Isolationswirkung von Holz ist:
- 23 Mal höher als die von Glas.
- 85 Mal höher als die von Beton.
- 90 Mal höher als die von Marmor.
- 1.650 Mal höher als die von Stahl.
- 7.000 Mal höher als die von Aluminium.
Überdies speichert Holz kaum Wärme oder Kälte. Beton oder Mauerwerk laden sich in der Sonne mit Wärme auf und geben diese an die Innenräume weiter. Dies macht in der warmen Jahreszeit den Einsatz von Klimageräten notwendig. Im Winter werden mineralische Wände von der Kälte durchdrungen, die bis nach Innen durchschlägt, was die Heizkostenabrechnung erhöht. Deshalb werden zur Isolation große Mengen Dämmstoffe verwendet.
Brennt ein Baumstamm, herrschen außen rund 1.000 Grad Celsius. Nur 15 Millimeter tief im Holz beträgt die Temperatur kaum 100 Grad Celsius, was eindrucksvoll die Dämmwirkung dieses natürlichen Rohstoffes unterstreicht. Dies ist der Grund, warum Holzhäuser und Blockhäuser die gesetzlichen Vorgaben zum Energiesparen fast immer übererfüllen.
Holzhäuser lassen sich binnen kurzer Zeit errichten
Wer ein Holzhaus baut, der muss nicht warten, bis der Beton der Stützpfeiler oder der Decke abgebunden hat. Es muss nicht verschalt sowie entschalt werden und die Bewehrung fällt weg, mit Ausnahme der Bodenplatte oder bei einer Unterkellerung. Zudem lassen sich Holzhäuser in Holzrahmenbauweise, als Doppelbohlenhaus oder als Blockhaus aus ganzen Stämmen gut vormontieren und als Fertighaus in maximal drei Tagen aufbauen – inklusive aller Installationen für Strom, Telefon, TV und Wasser sowie Abwasser. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Holzhäuser gegenüber der herkömmlichen Bauweise einen derart hohen Preisvorteil bieten.
Wohnklima in Holzhäusern fördert das Wohlbefinden und die Gesundheit
Aus Holz errichtete Häuser besitzen ein einzigartiges Wohnklima. Da die Wände diffusionsoffen sind, ist die Raumluft auch während der Heizperiode angenehm feucht, was nachweislich Erkältungskrankheiten verhindern kann. Überdies sind Holzhäuser sehr leise, denn Holz besitzt einzigartige akustische Fähigkeiten. Der Schall wird nicht geschluckt, sondern auf natürliche Weise reflektiert, was Geräusche angenehmer klingen lässt. Dies ist der Hauptgrund, warum einige Kirchen und Konzerthallen über eine deutlich wahrnehmbar bessere Akustik verfügen, denn Kuppel oder Wände wurden aus Holz errichtet.
Holz verfügt über einzigartige mechanische Eigenschaften
Wird die Zugfestigkeit eines Materials durch die Schwerkraft dividiert, gibt das Ergebnis Auskunft über die Qualität des Materials und seine Bruchlänge. Als Bruchlänge verstehen Experten den Punkt, an dem das betreffende Material unter seinem eigenen Gewicht bricht. Stahl, so wie er für Brückenkonstruktionen und in Beton verwendet wird, besitzt eine Bruchlänge von 5,4 Kilometern, speziell gehärteter Stahl von 17,5 Kilometern. Bei Fichtenholz sind es 19,8 Kilometer, bei Buche sogar 28,3 Kilometer. genau dies ist der Grund, warum die Böden von traditionellen Sporthallen nicht aus Stahlplatten, sondern aus Holzlaminat bestehen.
Bauholz ist wasserbeständig und haltbar
Die Quelleigenschaften von Bauholz sind gemäßigt bis minimal. Soll heißen, diese Hölzer nehmen relativ wenig Wasser auf. Hat ein Holzhaus nach einem Regen oder einem langen, nassen Winter immer wieder die Gelegenheit zu trocknen, kann der Bau sehr, sehr alt werden. Und dies sogar ohne jeglichen Anstrich.
Untersuchungen in Schweden haben ergeben, dass die dort typische rote Farbe auf Holzhäusern keinerlei Schutzwirkung besitzt. Trotzdem überstehen diese Häuser 100 Jahre und länger. Die rote Farbe, hergestellt aus einem Mineralschlamm und Wasser, wurde erst vor rund einem Jahrhundert erstmals aufgetragen. Grund dafür war damals, dass Reiche und Behörden begannen, Häuser aus gebrannten Ziegeln zu errichten. So entstand der Wunsch nach roten Häusern, der durch den Mineralschlamm verwirklicht wurde.
Damit ein Holzhaus ohne Lackanstrich oder Lasur derart lange bestehen bleibt, müssen die Außenwände alle drei Jahre gründlich gewaschen werden. Außerdem sind weite Dachüberstände notwendig, damit das Holz immer wieder gut trocknen kann.
Zu den ältesten Bauwerken aus Holz gehören:
- das Kirkjubøargarður auf den Färöer, seit dem 11. Jahrhundert durchgehend bewohnt.
- das Nideröst-Hauses in Schwyz, errichtet 1175.
- die fünfstöckige, 32,50 m hohe Horyuji-Pagode aus dem Jahr 607, die zum ältesten Tempel in Japan gehört.
Anbauten und Erweiterungen sind relativ einfach durchführbar
Im Prinzip kann ein Holzhaus auf alle Veränderungen der Lebensumstände schnell und ohne großen Aufwand angepasst werden. Baut ein Single ein Holzhaus mit 60 m2 Wohnfläche, kann dieses auf einfache Weise auf 80 oder 100 m2 erweitert werden, ist die Hochzeit geplant. Und werden Kinderzimmer benötigt, lassen sich diese durch Anbauten schnell und kostengünstig realisieren.
Holz ist schwer entflammbar
Beim Bau eines Holzhauses gilt der Leitsatz: je dicker, desto besser. Während ein dünner Ast schnell in Flammen aufgeht, ist es schwierig und bedarf einer hohen Menge zugeführter Energie, um einen Baumstamm in Flammen zu setzen. Zudem brennt dickes Holz mit einer Geschwindigkeit von lediglich 0,8 Millimetern je Minute. Das lässt ausreichend Zeit, um Maßnahmen zur Brandbekämpfung einzuleiten.
Holz widersteht Elektrizität
In Holzhäusern ist im Gegensatz zu herkömmlichen Bauten die Gefahr für einen Hausbrand durch Elektrizität, also durch einen Kurzschluss, geringer. Holz ist beständig gegen Elektrizität, was Holzhäuser zu einer sichereren Wohnmöglichkeit macht als andere Arten von Bauwerken. Aufgrund eines Kurzschlusses besteht nur eine sehr geringe Brandgefahr, während genau diese Ursache die häufigste bei Hausbränden allgemein ist. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit eines Blitzschlages deutlich geringer. Für diesen Fall bietet ein Blockhaus aus ganzen Stämmen den besten Schutz, gefolgt vom Blockbohlenhaus und Holzhäusern in Holzrahmenbauweise.
Die Vorteile von Holzhäusern in der Übersicht
- Außergewöhnlicher Dämmstoff mit geringer Wärmeleitfähigkeit
- Umweltfreundlich, nachhaltig, schnell nachwachsend
- Ästhetisch einer der schönsten Baustoffe schlechthin
- Außergewöhnliche mechanische Eigenschaften
- Extrem sicher, leicht, robust und haltbar
- Wasserbeständig
- Gesundheitsfördernd
- Überaus angenehmes Wohnambiente
- Akustisch einzigartig
- Gegen Elektrizität unempfindlich
- Schwer entflammbar
