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8. Juni 2024  (aktualisiert am 2. September 2025)

Sauna und Schwimmbad für zu Hause: Möglichkeiten, Planung und Umsetzung

von  textbroker | 9 Min. Lesezeit | #Saune  #Schwimmbad  #Zuhause  #Infrarotkammer  #Whirlpool 

Seit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Beschränkungen boomt der Schwimmbad- und Saunabau in Deutschland. Zeitweise mussten Hausbesitzer bis zu neun Monate warten, bis das private Schwimmbad im Garten ausgehoben wurde. Inzwischen geht der Trend zur eigenen Wellness-Oase. Denn zusammen mit dem Schwimmbecken wird oftmals eine Sauna, eine Rotlichtkabine oder der Whirlpool in Auftrag gegeben.

Sauna, Pool oder Whirlpool?

Innensauna und Schwalldusche, Eisbrunnen, Fasssauna im Garten neben dem Tauchbecken, Saunahäuschen, beheizter Badezuber, Whirlpool, Schwimmbecken: Die Auswahl bei den privaten Wellness-Möglichkeiten ist so groß, dass oftmals eine Kombination gewählt wird. Vor allem die klassische Sauna – zumeist als ansprechende Fasssauna gestaltet – und der Pool mit Nichtschwimmerbereich für den Nachwuchs stehen hoch im Kurs. Baufamilien mit großem Grundstück favorisieren zudem meist einen Schwimmteich, der zugleich als Biotop dient, womit dem Trend der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes gefolgt wird.

Sauna

eine Holzsaune von Innen mit Handwerkzeug auf der Sitzfläche
Unter den Oberbegriff Sauna fallen auch die Dampfsauna und das Dampfbad. Die Unterschiede zwischen diesen Wellness-Möglichkeiten liegen im Detail. Traditionell gibt es zwei Saunavarianten. In der klassischen Sauna liegt die Temperatur zwischen 75 und 90 °C, und die Luftfeuchtigkeit beträgt fünf bis 15 %. Hin und wieder wird eine Kelle Wasser auf die heißen Steine in der Saunaanlage geschüttet. Das angenehme Gefühl, wenn sich die Hitze in der Sauna ausbreitet, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Poren der Haut werden geöffnet, der Schweiß reinigt die Poren, der Körper entgiftet, und überschüssige Hautschüppchen verschwinden unter der Dusche. Intensives Baden als Abschluss des Saunabads gehört zum Ritual. Eine etwas extremere Variante des traditionellen Saunabads ist die Trockensauna, die sich durch sehr große Hitze in der Saunakabine mit circa 95 bis 110° C und nahezu keiner Luftfeuchtigkeit auszeichnet. Diese Variante ist für alle geeignet, die die Saunahitze gerne auf der Haut spüren und das Schwitzen als kühlenden Effekt auf die Haut wirken lassen wollen.

Eine Dampfsauna ist eine sanfte Variante, bei der bei 45 bis 65 °C gebadet wird. Diese Temperatur sorgt in Kombination mit einer kontinuierlichen und automatischen Dampfzufuhr für eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 65 % in der Sauna. Das Ergebnis ist ein angenehmes Klima, das sowohl große als auch kleine Saunabesucher sehr lange genießen können. Genau wie die traditionelle Sauna vermittelt die Dampfsauna das gleiche schöne Gefühl sauberer und frischer Haut und schenkt gleichzeitig Ruhe und Entspannung für alle Sinne. Mit duftenden Naturkräutern oder flüssigen Duftessenzen lässt sich eine Dampfsauna noch ein wenig aufpeppen.

Das Dampfbad ist nicht mit einer Dampfsauna zu verwechseln. Um ein modernes Dampfbad genießen zu können, muss man die Welt der Holzsauna verlassen und in einem geschlossenen Raum aus Glas, Kunststoff oder Fliesen Platz nehmen. Im Dampfbad liegt die Luftfeuchtigkeit konstant bei 100 %. Die Badetemperatur hingegen ist niedrig und beträgt nur 40 bis 45 °C. Das Ergebnis ist eine herrlich angenehme und anregende Form des Badens, die zu langen Entspannungssitzungen einlädt.

Infrarotkabine

Sonne,Thermometer,40-45°C Dampfbad,45-60°C Infrarotkabine,45-65°C Dampfsauna, 75-90°C Klassische Sauna, 95-110°C Trockensauna
Eine Infrarotkabine erwärmt den Körper mit Tiefenwärme. Im Gegensatz zu einer Sauna heizt eine Infrarotkabine den Raum nicht über einen Ofen auf, sondern arbeitet mit direkter Wärme auf der Haut. Flächenheizelemente erzeugen mit Infrarotstrahlung eine angenehme Wärme zwischen 45 und 60° C. Infrarotstrahlung wird in die Bereiche A, B und C eingeteilt. Sie unterscheiden sich in Bezug auf die Wellenlänge der Strahlung und die Eindringtiefe. Infrarotkabinen für den Hausgebrauch verwenden ausschließlich B- und C-Strahlen, da die Infrarot-A-Strahlung in den Körper eindringt, ohne als Wärme wahrgenommen zu werden. Daher kann sie schnell zu Verbrennungen führen.

Whirlpool

Whirlpool auf Holzterrasse, sprudelndes Wasser, dekorative Pflanze im Korb, entspannende und moderne Atmosphäre.
Im alltäglichen Sprachgebrauch gibt es grundsätzlich keinen Bedeutungsunterschied zwischen einem Whirlpool und einem Jacuzzi. Bei beiden Konzepten handelt es sich um Whirlpools mit integrierter Wassermassage. Jacuzzi ist lediglich der Hersteller, der in den 1960er-Jahren den Whirlpool erfunden hat. Deshalb ist Jacuzzi zum Synonym für das Produkt geworden. Um eine Whirlpool-Badewanne als solche bezeichnen zu dürfen, muss sie über Düsen verfügen, die durch einen Strahl aus Wasser und Luft den Körper gezielt massieren. Whirlpools für den Außenbereich werden auch als Outdoor-Spas oder Hot Tubs bezeichnet. Die Pflege und Wartung eines Whirlpools ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Regelmäßige Reinigung und die Kontrolle des pH-Werts des Wassers sind notwendig, um eine optimale Wasserqualität zu gewährleisten. Auch die Qualität und die Funktionen des Whirlpools spielen eine entscheidende Rolle. Informieren Sie sich über verschiedene Modelle und Marken, und achten Sie auf Merkmale wie die Anzahl der Düsen, Heizsysteme und Steuerungsmöglichkeiten. Ein energieeffizientes Modell kann langfristig Betriebskosten senken.

Hallenbad

In der Regel werden Hallenbäder als Sportbäder in rechteckiger Form ausgeführt. Immer beliebter werden allerdings Badelandschaften mit freier Form, die sich dadurch auszeichnen, dass sie über Massagedüsen und/oder einen kleinen Wasserfall verfügen. Optimal untergebracht sind Hallenbäder in einem Kellergeschoss, das nur teilweise unterirdisch ist. Hier lässt sich durch große Glasfronten, die im Sommer entfernbar sind, der direkte Kontakt zum Garten herstellen.

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Außenpool

Pool mit Steinen und Blumen
Ein Außenpool kann sowohl über- als auch unterirdisch sein. Bei einem in den Boden eingelassenen Schwimmbecken kann ein Nichtschwimmerbereich eingeplant werden. Diese Pools sind ebenso in ihrer Form fantasievoll gestaltet oder als Sportpool in rechteckiger Form im Angebot. Zunächst ist die Auswahl des richtigen Standorts entscheidend.
Der Pool sollte in einem Bereich des Gartens installiert werden, der ausreichend Sonnenlicht erhält und gleichzeitig vor Wind geschützt ist. Eine gute Planung der Größe und Form des Pools ist ebenfalls wichtig, um sicherzustellen, dass er harmonisch in den Garten integriert wird und den vorhandenen Platz optimal nutzt.

Die Wahl des richtigen Materials und der Bauweise spielt eine große Rolle für die Langlebigkeit und Wartung des Pools. Gängige Materialien sind Beton, GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) und Stahlwandpools mit Folienauskleidung. Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten, Haltbarkeit und Pflegeaufwand. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wasseraufbereitung und -pflege. Ein hochwertiges Filtersystem und regelmäßige Wasserpflege sind notwendig, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Denken Sie auch an die Sicherheitsaspekte, insbesondere wenn Kinder im Haushalt sind. Eine Poolabdeckung oder ein Sicherheitszaun kann Unfälle verhindern.

Schwimmteich

Kind springt in einem Schwimmteich im Garten
Die Anschaffung eines Schwimmteichs im Garten verbindet die Vorzüge eines Swimmingpools mit den ökologischen Vorteilen eines natürlichen Gewässers. Ein Schwimmteich bietet nicht nur eine erfrischende Bademöglichkeit, sondern fördert auch die Biodiversität und schafft ein harmonisches Landschaftsbild. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn die meisten Hersteller bieten Schwimmteiche an, die keine sind. Zumeist handelt es sich um nichts anderes als einen Außenpool, der mit ein paar Pflanzen am Rand aufgehübscht wurde. Ein echter Schwimmteich benötigt weder eine Filteranlage noch Chlor oder eine andere chemische Substanz, wie sie bei normalen Pools üblicherweise zugegeben wird. Echte Schwimmteiche besitzen eine Selbstreinigungskraft, die voll zum Tragen kommt, wenn alle eingesetzten Pflanzen angegangen sind. Trotzdem ist eine regelmäßige Pflege notwendig, um die Wasserqualität zu sichern. Dies umfasst das Entfernen von Laub und Ablagerungen sowie die Pflege der Wasserpflanzen.

Bei der Planung eines Schwimmteichs sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Zunächst ist die Standortwahl entscheidend. Der Teich sollte an einem sonnigen Platz liegen, um das Wachstum von Wasserpflanzen zu fördern, die für die natürliche Wasserreinigung essenziell sind. Der Teich benötigt ausreichend Platz für einen Schwimmbereich und eine Regenerationszone, in der Pflanzen und Mikroorganismen das Wasser filtern.

Planung und Realisierung: Selbst bauen, fertig kaufen oder in Auftrag geben?

Das schönste und intensivste Badeerlebnis bietet zweifelsfrei ein echter Schwimmteich. Außerdem können in diesem Gewässer Speisefische gehalten werden – auch im Winter. Ein weiterer Vorteil ist, dass Schwimmteiche im Prinzip keinerlei Energie verbrauchen, denn es wird weder ein Filtersystem noch ein Pumpensystem benötigt. Frei von Chemikalien reinigen sich Schwimmteiche durch die eingesetzten Wasserpflanzen selbst. Wer lediglich ein Planschbecken und etwas Badespaß für die Kinder benötigt, der ist mit einem fertigen Pool gut beraten. Diese Schwimmbecken gibt es mit Größen von bis zu 4 Metern als Bausatz zur überirdischen Montage im Garten zu kaufen. Wer ein Hallenbad oder einen eingelassenen Pool im Garten wünscht, der sollte diese Arbeiten Profis überlassen. Gründe dafür sind vor allem die aufwendige Klärtechnik und Wasseraufbereitung sowie die Tatsache, dass Poolbauer eine Gewährleistung bieten müssen. Wer sein Schwimmbecken selber baut, der ist für Fehler bei der Konstruktion und Bauausführung auch selbst verantwortlich, weil diese durch keine Versicherung abgedeckt sind. Zudem verlangt die Installation der Pumpen- und Filtertechnik einen hohen Sachverstand, der weit über die DIY-Fähigkeiten hinausgeht. Beim Saunabau ist festzustellen, dass vor allem die beliebte Fasssauna inzwischen als Bausatz derart günstig erhältlich ist, dass es sich kaum noch lohnt, eine Sauna von Grund auf selbst zu bauen.

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