Trockenestrich hat wie Fließestrich den Zweck einen stabilen Untergrund für den Boden Deines Hauses zu bilden.
Was ist ein Trockenestrich?
Trockenestrich wird auch als Trockenunterboden oder Fertigteilestrich bezeichnet. Er besteht aus vorgefertigten Platten, die trocken und in den meisten Fällen schwimmend verlegt werden. Diese Form des Estrichs wird häufig bei Sanierungsmaßnahmen und im Fertigbau eingesetzt. Trockenestrich kann u.a. aus Gipskartonplatten, zementgebundenden Holzspanplatten und Holzwerkstoffplatten bestehen.
Trockenestrich wird wie Nassestrich für die Lastverteilung, zum Höhenausgleich und natürlich zur Wärme- und Trittschalldämmung verbaut. Wenn Du Trockenestrich in Deinem Haus verlegst, empfehlen sich Estrichplatten mit einer aufkaschierten bzw. integrierten Dämmung. Das Dämmmaterial besteht häufig aus Hartschaumstoff oder Mineralfasern. Informiere Dich direkt an einem unserer Standorte über Trockenestriche mit Dämmung.
Was sind die Vorteile eines Trockenestrichs?
Trockenestriche kommen häufig bei der Altbausanierung zum Einsatz, um einer Belastung durch zusätzliche Feuchtigkeit vorzubeugen, da diese Verlegtechnik keine zusätzliche Nässe verursacht. Sie werden als vorgefertigte Estrichplatten verlegt und über eine Nut miteinander verklebt. Ein deutlicher Vorteil des Trockenestrichs gegenüber den Nass-Verlegarten besteht darin, dass sie keine Trocknungszeit benötigen. Daher ist der Trockenestrich nach 24 Stunden begehbar. Zudem wird einer weiteren Feuchtigkeitsbelastung des Hauses entgegengewirkt.
Falls Dein Haus einen unebenen Untergrund besitzt, kann mithilfe von Trockenschüttungen eine Glättung der Oberfläche erzielt werden, damit die Trockenestrichplatten darauf verlegt werden können. Da der Trockenestrich aus nur zwei Schichten besteht, den Estrichplatten und der Schüttung, ist eine geringere Aufbauhöhe als bei klassischen Estrichen möglich.
Passend dazu
Weitere Vorteile von Trockenestrich:
- Schnelle und einfache Verlegung
- Innerhalb von 24 Stunden belagsfertig
- Geringer Verschnitt
- Eignung für Holz- und Massivdecken
- Passend für alle Bodenbeläge
- Für Fußbodenheizungen geeignet
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Wie wird Trockenestrich verlegt?

3. Untergrund vorbereiten
Vor der Verlegung eines Trockenestrichs müssen lose Holzdielen neu befestigt und andere Fehlstellen ausgebessert werden. Um die unteren Etagen vor Verschmutzungen zu schützen, sollte ein Rieselschutz ausgelegt werden. Um einen guten Schallschutz zu gewährleisten, sollten zudem entlang der Wände Randdämmstreifen abgebracht werden.
4. Ausgleichsschüttung aufbringen
Ein vorgefertigter Wabenuntergrund gewährleistet die gleichmäßige Verteilung der Trockenschüttung. Die Trockenschüttung wird in der gewünschten Höhe in die einzelnen Felder gefüllt. Die einzelnen Waben werden anschließend mit einer Abziehlehre glatt gezogen.
5. Trockenestrich verlegen
Trockenestrich wird meist schwimmend direkt auf der Trockenschüttung verlegt. Am besten wird mit der Verlegung der Trockenestrichplatten in einer Ecke der Wand gegenüber der Tür begonnen.
6. Trockenestrichelemente verbinden
Die einzelnen Trockenestrichplatten werden miteinander verklebt und im Nachhinein verschraubt. Hierzu werden Schnellbauschrauben mit einem Abstand von 20 cm in die Stufenfalz geschraubt.
7. Doppelte Trockenestrichschicht
Für einen idealen Schallschutz oder einen optimalen Höhenausgleich, kann eine zweite Schicht Trockenestrich verlegt werden. Diese muss ganzflächig mit der ersten Schicht verklebt und verschraubt werden. Um eine tragfähige Konstruktion zu erzielen, sollte mit versetzen Fugen gearbeitet werden.
8. Verlegung weiterer Bodenbeläge
Nachdem der Klebstoff nach ca. 24 Stunden getrocknet ist, kann der Bodenbelag auf dem Trockenestrich verlegt werden. Wenn Du die Verlegung eines Fliesenbelags planst, sollten bereits im Vorfeld Bewegungsfugen im Trockenestrich eingebracht werden. Auch Dehnungsfugen entlang der Wände sind hierfür notwendig.
Welche Dämmung sollte unter einem Trockenestrich verlegt werden?

Bei Trockenestrichen ist der Aufbau entscheidend. Denn einige Trockenestrichplatten sind bereits mit einer Dämmung kaschiert. Durch die verwendeten Materialien wie Mineralwolle und Holzfasern kann der Trittschall gedämmt werden.
Eine Mineralwolldämmung ist sehr effektiv für den Schallschutz, wohingegen eine Holzfaserkaschierung geringere Schalldämmeigenschaften aufweist. Jedoch sind Holzfaserdämmstoffe ideal für einen stabilen Bodenaufbau geeignet. Um den Schallschutz in Deinem Haus zu verbessern, eignen sich zudem Trockenschüttungen. Für eine perfekte Dämmung muss die Schüttung mit einem Bindemittel verdichtet werden.
Kann ich Trockenestrich mit einer Fußbodenheizung kombinieren?
Im Allgemeinen wird eine Fußbodenheizung mit einem Fließestrich aus Calciumsulfat kombiniert. Fließestriche ummanteln die Rohre der Fußbodenheizung und sorgen für eine ideale Wärmeübertragung. Grundsätzlich kann auch ein Trockenestrich für eine Fußbodenheizung genutzt werden. Jedoch sind Trockenestriche weniger leitungsfähig, weshalb häufig Wärmeleitbleche mit verbaut werden müssen.

Zwar haben Trockenestriche viele Vorteile, jedoch muss bei der Kombination mit einer Fußbodenheizung eine sorgfältige Planung mit einem Profi erfolgen. Ansonsten kann die Heizleistung Ihrer Fußbodenheizung negativ beeinflusst werden.