Bauprojekte bestehen aus mehreren Phasen und schließen mit der Baustellenreinigung ab. Diese Aufgabe hat nicht immer eine hohe Priorität. Gleichzeitig trägt sie enorm zur Zufriedenheit des Auftraggebers bei und ist ein Qualitätsmerkmal des ausführenden Handwerkbetriebs.
Die wichtigsten Aufgaben bei einer Baustellenreinigung
Bei der Reinigung einer Baustelle fokussiert sich alles darauf, die Umgebung in einem einwandfreien und einsatzbereiten Zustand zu übergeben. Dazu zählt eine Reihe von Aufgaben. Die Baustellenreinigung beginnt mit den offensichtlichen Arbeiten wie der Entfernung von Bauschutt. Dazu gehören alle Arten von Materialien, die während der Bauarbeiten zum Einsatz kamen. Das betrifft Bauschott, Holzreste, Staub und Verbrauchsmaterial sowie Verpackungsmaterialien – grundsätzlich also alles, was die Handwerker während der Bauarbeiten auf die Baustelle gebracht haben.
Auf Baustellen entstehen zudem oft weniger auffällige Verschmutzungen. Diese sind jedoch ebenso ärgerlich für die Auftraggeber, wenn sie nicht entfernt werden. Teilweise gehen von solchen Verschmutzungen sogar Gefahren aus. Feinstaub ist beispielsweise eine dieser Verschmutzungen. Auf den ersten Blick fällt er möglicherweise nicht auf, überzieht aber alle Oberflächen im Baustellenbereich. Feinstaub wird häufig mit Nassstaubsaugern entfernt, um eine Aufwirbelung und weitere Verbreitung zu vermeiden. Besonders wichtig ist zudem die fachgerechte Entfernung solcher Stoffe, wenn sie für Menschen oder die Umwelt gefährlich sind.
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Ein weiterer Punkt, der zur Baustellenreinigung zählt, ist die Kontrolle von Feuchtigkeit. Das Ziel ist es, langfristige Beeinträchtigungen wie die Bildung von Schimmel zu vermeiden. Feuchtigkeit gelangt vor allem in Kombination mit Baustoffen wie Mörtel, Beton oder Gips in Gebäude. Malerarbeiten sorgen ebenfalls für einen erhöhten Eintrag von Feuchtigkeit. In verarbeiteter Form geben die Baustoffe die Feuchtigkeit nach und nach an die Raumluft ab. Aus diesem Grund gehört es zur Bauendreinigung, die Feuchtigkeit in den Gebäuden zu kontrollieren und zu reduzieren. Reicht die konsequente Lüftung nicht aus, dann kommen Bautrockner zum Einsatz.
Weiterhin geht es darum, kleinere Verunreinigungen und optische Beeinträchtigungen zu beseitigen. Zu nennen sind dabei etwa Farbspritzer und Kreppband, das sich noch auf Oberflächen befindet. Es ist wichtig, solche Überbleibsel der Bauarbeiten rückstandsfrei zu entfernen. Diese Arbeiten finden vor allem in der Bauendreinigung statt.
Welche Bereiche gehören bei einer Baustellenreinigung dazu?
Die Grundregel ist, dass Bauarbeiter die Baustelle in einem einwandfreien Zustand hinterlassen und übergeben. Das bezieht sich auf alle Verschmutzungen, die durch die Arbeit am Objekt entstanden sind. Es geht also nicht nur um Bereiche, die von den Bauarbeiten direkt betroffen waren. Ein Beispiel ist das Verlegen von Fliesen im Badezimmer. Ist bei dieser Tätigkeit Kleber oder Mörtel auf angrenzende Flächen gelangt, dann müssen auch diese in der Bauendreinigung gesäubert werden.

Dementsprechend erstreckt sich die Baustellenreinigung über alle Innen- und Außenbereiche. In erster Linie sind natürlich die Bereiche zu reinigen, in denen gearbeitet wurde. Betroffen sind zudem Eingangsbereiche sowie die Wege, die Bauarbeiter genutzt haben. Dort finden sich oftmals Verschmutzungen durch den Transport von Baumaterialien. Zudem sind möglicherweise angrenzende Bereiche oder Anlagen beeinträchtigt. Auch solche Punkte fallen in den Aufgabenbereich des Unternehmens, das die Baustellenreinigung durchführt. Das Ziel ist es, Gebäude und alle Außenbereiche in einem einwandfreien und sauberen Zustand zu übergeben.
Gesetzliche Vorgaben: Welche Regeln gelten bei der Baustellenreinigung?
Für die Reinigungsbranche gibt es eine Reihe von gesetzlichen Vorgaben und Normen. Oftmals betreffen sie auch die Baustellenreinigung. Besonders hervorzugeben ist die DIN EN 13549. Sie stellt über Normen eine umweltschonende und verträgliche Reinigung von Gebäuden sicher. Die Vorgaben betreffen vor allem Reinigungsmittel, die zum Einsatz kommen.
Ebenfalls zu berücksichtigen ist der Umgang mit Gefahrstoffen. Während der Bauendreinigung ist ein Kontakt mit solchen Materialien möglich. Beispiele sind das Absaugen von Feinstaub und die Entfernung von Lackresten. Das Spektrum an potenziell gefährlichen Stoffen ist also breit. Wichtig ist, dass sowohl die Arbeiter vor Ort als auch die Bewohner von Gebäuden sowie Passanten vor den Einwirkungen dieser Stoffe geschützt sind.

Die Vorgaben zum Umgang mit gefährlichen Stoffen legt die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) fest. Eine weitere relevante gesetzliche Vorgabe ist die Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Sie wurde im August 2023 überarbeitet und regelt den Umgang mit Bauschutt, Bodenaushub und mineralischen Abfällen. Bei der Baustellenreinigung fallen Stoffe an, die über eine dieser beiden Verordnungen geregelt sind. Dies betrifft die Trennung, das Recycling und die Entsorgung. Diese Verordnungen sind somit auch bei der Reinigung einzuhalten.
Für den Arbeitsschutz bei der Gebäudereinigung gilt die DGUV Regel 101-605 der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. In diesem Regelwerk sind Grundlagen für die Sicherheit bei der Reinigung von Gebäuden inklusive Arbeitsschutzmaßnahmen festgelegt. Sie umfasst von Schutzhandschuhen über den Atemschutz bis zum Einsatz von Maschinen und Reinigungsmitteln alle relevanten Punkte. Handwerksbetriebe finden hier alle wichtigen Punkte, um eine sichere Reinigung der Baustelle zu organisieren.
Baustellenreinigung effizient organisieren
In vielen Fällen übernimmt der ausführende Handwerker auch die Baureinigung. Die Alternative ist es, ein Unternehmen für die Bauendreinigung zu engagieren. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bestimmte Aufgaben der Baustellenreinigung bereits während der Bauphase durchzuführen. Dazu zählt es zum Beispiel, Verpackungsmaterial zu entsorgen. Das ergibt gerade bei leichten Materialien wie Plastik und Styropor Sinn, da sie leicht durch die Gegend fliegen und so größere Flächen verunreinigen. Eine spätere Entfernung ist somit zeit- und kostenintensiver.
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Ein weiterer Grund, warum die Baustellenreinigung wichtig ist und frühzeitig erfolgen sollte, ist die Gefahrenbeseitigung. Von verschmutzten oder blockierten Bereichen geht eine Reihe von Gefahren aus. Personen auf der Baustelle können bei der Arbeit ausrutschen oder sich an den Objekten verletzen.
Betriebe, die regelmäßig Baustellenreinigungen durchführen, sind gut beraten, standardisierte Abläufe zu etablieren. Wie dies aussehen kann, zeigt die GEFMA (German Facility Management Association) mit ihrem PDCA-Kreislauf. PDCA steht für „Plan, Do, Check, Act“ und bezeichnet ein System für die Gebäudereinigung inklusive Qualitätskontrolle. Dies beginnt mit einem Reinigungsplan und standardisierten Abläufen.
Weiterhin festgelegt sind die richtigen Reinigungsmittel für jeweils spezifische Aufgaben und Oberflächen. Teil des PDCA-Kreislaufs sind dann Kontrollmechanismen und Standards für die Protokollierung. So lässt sich auch gegenüber dem Auftraggeber nachweisen, dass bestimmten Reinigungen durchgeführt wurden. Mit einem solchen Plan etablieren Handwerksbetriebe effektive Prozesse und hohe Qualitätsstandards bei der Baustellenreinigung.
