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7. Oktober 2024  (aktualisiert am 14. Oktober 2025)

Dachrinnen, Flachdächer und Carport-Dächer richtig säubern und schützen

von  textbroker | 9 Min. Lesezeit | #Dachrinne  #Carportdach  #Flachdach  #reinigen  #Reinigung 

Wird eine Regenrinne nicht regelmäßig gereinigt, sind das Verstopfen der Fallrohre und überlaufende Dachrinnen die Folgen. Wird eine Anlage zur Regenrückgewinnung betreiben, bleibt deren Zisterne trocken. Zudem sind für gewöhnlich deutliche Spuren dort an der Hauswand zu sehen, wo das verdreckte Wasser hinabgelaufen ist. Bei einem Haus mit hinterlüfteter Fassade kann sich obendrein Schimmelpilz bilden, im schlimmsten Fall auch Hausschwamm.

Außerdem strecken schnell wachsende Pflanzen aus der Dachrinne heraus ihre Triebe der Sonne entgegen. Für die Bausubstanz gefährlich sind vor allem Birken, deren Wurzeln sogar die bis in die Dachisolierung vordringen und diese Beschädigen können. Ähnliche Erfahrungen wurden mit wildem Efeu gemacht, dessen Triebe gelegentlich bis in die Räume auf dem Dachboden ragen. In der Folge stoßen Ameisen und andere Insekten ins Haus vor. Diese müssen ebenso beseitigt werden, wie die Beschädigungen am Mauerwerk, in der Dämmung, an der Regenrinne selbst oder der Dachkonstruktion.

Wie häufig sollten Dachrinne und Flachdach gereinigt werden?

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Eine gründliche Reinigung der Dachrinnen sollte mindestens zweimal im Jahr erfolgen, nämlich nach dem Laubfall im Herbst und zu Beginn des Frühjahrs. Bei Gebäuden, die von vielen Bäumen umgeben sind, kann es ratsam sein, im Herbst eine zusätzliche Zwischenreinigung durchzuführen, um das Verstopfen durch Laub und kleine Äste, die von Winterstürmen in die Dachrinne geweht wurden, zu verhindern.
Auch Flachdächer sollten mindestens zweimal im Jahr gereinigt werden. Dies umfasst das Entfernen von Laub, Ästen und anderen Ablagerungen, die sich über die Monate angesammelt haben. Nach starken Stürmen oder extremen Wetterbedingungen ist es sinnvoll, eine zusätzliche Überprüfung und Reinigung durchzuführen, um sicherzustellen, dass keine Schäden oder Verstopfungen vorliegen. Sollten Sie feststellen, dass sich Moos oder Algen auf dem Flachdach bilden, ist eine zusätzliche Reinigung notwendig, um die Dachoberfläche zu schützen und Schäden zu vermeiden.

Reinigung des Flachdaches

Die Reinigung eines Flachdachs im Herbst ist eine wichtige Maßnahme, um die Langlebigkeit und Funktionsfähigkeit des Daches zu gewährleisten. Hier sind einige Schritte, die bei der Reinigung beachtet werden sollten:

  • Entfernen Sie sämtliches Laub, Äste und andere Ablagerungen, die sich über den Sommer und Herbst angesammelt haben. Diese können die Abflüsse verstopfen und Wasseransammlungen verursachen.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Abflüsse und Dachrinnen frei von Verstopfungen sind. Dies verhindert, dass sich Wasser auf dem Flachdach staut und potenzielle Schäden verursacht.
  • Überprüfen Sie das Dach auf Moos- und Algenbewuchs. Diese können die Oberfläche des Daches beschädigen und sollten mit geeigneten Mitteln entfernt werden.
  • Untersuchen Sie die Dachmembran auf Risse, Blasen oder andere Anzeichen von Schäden. Reparieren Sie kleinere Schäden sofort, um größere Probleme im Winter zu vermeiden.
  • Sicherheitsvorkehrungen treffen: Achten Sie darauf, dass Sie während der Reinigung sichere Tritte tragen und gegebenenfalls eine Sicherung verwenden, um Stürze zu vermeiden.
  • Bei Unsicherheiten oder größeren Schäden ist es ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen. Ein professioneller Dachdecker kann eine gründliche Inspektion und notwendige Reparaturen durchführen.

Durch die regelmäßige Reinigung und Wartung des Flachdachs im Herbst können Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden, sodass das Dach den Winter unbeschadet übersteht.

Vorgehen beim Reinigen der Regenrinne

  1. Verschließen der Fallrohre, damit beim Reinigen kein Laub hineinfallen kann.
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2. Führen Dienstleister und Handwerker nur gelegentlich Reinigungsarbeiten an Dachrinnen aus, lohnt sich die Investition in ein selbsttätig arbeitendes Reinigungssystem nur selten. Alternativ bieten einige Hersteller spezielle Konstruktionen zur Reinigung der Dachrinne an. Darunter solche mit einer Teleskopstange, an der ein Besen und eine Schaufel oder ein Schaber angebaut sind. Ist bei Firmen das Reinigen von Regenrinnen eine beachtliche Einnahmequelle, ist ein professionelles Reinigungssystem wirtschaftlich. Diese technischen Helfer bestehen zumeist aus einem Schlauch, an dessen Kopfende Düsen für die Reinigung und den Vortrieb sorgen. Durch diese Geräte entfällt zumeist das häufige Umstellen der Leiter, um den nächsten Abschnitt der Regenrinne erreichen zu können. Zudem kann beim Einsatz einer selbstfahrenden Hebebühne auf eine zweite Arbeitskraft verzichtet werden. Oftmals reicht es aus, angelerntes Personal mit dem Reinigen der Regenrinnen im Kundenauftrag zu betreuen, sodass das Fachpersonal sinnvoll und effizient anderweitig eingesetzt werden kann.
  1. Das ausgeräumte Laub lässt sich hervorragend kompostieren, zumal dieses bereits fortgeschritten verrottet ist.
  2. Ist die Dachrinne ausgewischt, Fallrohre wieder öffnen und den einwandfreien Abfluss des Wasser prüfen.

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Sicherheitsmaßnahmen beim Reinigen der Dachrinne

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Um Unfällen vorzubeugen, ist es wichtig eine Leiter mit rutschfesten Sprossen zu nutzen, die mindestens 1 Meter über die Dachtraufe hinausragt. Zudem sollte diese Leiter einen festen Stand haben und nicht zu steil angestellt werden. Es ist ratsam, zur Sicherung einen Helfer zu bitten, den festen Stand der Leiter zu gewährleisten.
Um die Hände vor Verletzungen zu schützen, sind schnittfeste Bauhandschuhe unerlässlich. Diese schützen auch vor unliebsamen Insektenstichen, denn einige Arten nisten sich gerne im Laub in der Dachrinne ein. Bei Häusern mit mehr als einem Geschoss ist es dringend angeraten, einen Hubwagen zu nutzen. Das Arbeiten in Höhen über 6 Metern ist auch mit einer sehr guten Leiter eine teils wackelige und mitunter gefährliche Angelegenheit. Das Einrüsten eines Gebäudes verbietet sich sich von selbst, dieser Aufwand ist deutlich übertrieben und viel zu kostspielig.

Der Reinigungsservice für Dachrinnen gehört bei den meisten Dachdeckerfachbetrieben zum Leistungsangebot. Aber auch der Hausmeisterservice und einige Gärtnereien haben das Reinigen von Dachrinnen als Einnahmequelle entdeckt. Entscheidet sich der Kunde für den Dachdecker, hat er mehrere Vorteile gegenüber den branchenfremden Mitbewerbern:

  • Eine Dachdeckerei verfügt fast immer über einen TüV-geprüften Hubwagen.
  • Die Fachleute für Dacheindeckungen und Dachentwässerungen prüfen beim Reinigen der Dachrinnen zugleich, ob Reparaturen notwendig sind.
  • Werden reparaturbedürftige Stellen rechtzeitig erkannt, können deutlich teurere Folgeschäden vermieden werden.

Beschädigungen an Dachrinnen oder Flachdächern ausbessern

Ist auf einem Flachdach ein Leck entstanden, kommt es bei der Reparatur auf die Bauweise an. In der Regel wird der betroffenen Bereich – oder bei entsprechendem Alter das gesamte Dach – mit einem neuen Bitumenanstrich versehen. Auch eine Injetionsisolierung ist möglich. Beim Carport wird zur Abdichtung oftmals Teichfolie verwendet. Risse und Löcher können durch stark haftendes Aluminiumtape versiegelt werden.

Bei der Regenrinne kommt es darauf an, aus welchem Material diese besteht.

Mögliche Materialien für Regenrinnen

  • Regenrinnen aus PVC: Diese verursachen bei der Anschaffung die geringsten Kosten. PVC-Regenrinnen sind UV-beständig, formstabil, witterungsresistent und lassen sich durch Stecksysteme einfach montieren. Nachteil ist die mit maximal 15 Jahren relativ kurze Lebenserwartung. Ist eine Regenrinne aus PVC beschädigt, kann diese mit einem Spezialkleber repariert werden.

  • Regenrinnen aus Aluminium: Diese sind sehr leicht, dafür weniger Formstabil und die Traglast ist relativ gering. Alu-Regenrinnen sind absolut witterungsbeständig. Die Montage erfolgt über Verkleben, Nieten oder durch Systemverbindungen. Bei beschädigten Stellen ist eine Reparatur durch Vernieten oder Kleben möglich. Die Lebenserwartung liegt bei rund 30 Jahren. Diese Regenrinnen sind in verschiedensten Farben erhältlich.

  • Titan-Zink Regenrinnen: Dies ist die häufigste Regenrinne überhaupt. Die lange Haltbarkeit von rund 30 Jahren, die hohe Stabilität, der moderate Preis und die leichte Montage durch Nieten, Verkleben oder Weichlöten haben dafür gesorgt. Reparaturen werden durch Weichlöten ausgeführt.

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* Edelstahl-Regenrinnen: Diese sind mit etwa 40 Jahren Haltbarkeit, der formschönen Ausführung und der sehr hohen Stabilität eine wohlüberlegte Anschaffung. Allerdings sind Regenrinnen aus Edelstahl nicht immer jederzeit verfügbar und Ersatzteile haben oftmals längere Lieferzeiten. Da Edelstahlrinnen verschweißt werden, ist die Montage schwierig. Bei kleineren Reparaturen kann Weichlöten eingesetzt werden.
* Kupfer-Regenrinnen: Regenrinnen aus Kupfer gelten als besonderer Schmuck eines Hauses. Diese Dachrinnen sind schmutzabweisend, witterungsbeständig, säurebeständig und weitgehend wartungsfrei. Mit über 40 Jahren liegt die Lebenserwartung sehr hoch. Diese Dachrinnen können allerdings nicht mit solchen aus anderen Metallen kombiniert werden, weil ansonsten elektrische Ströme fließen würden. Für die Montage wird Hartlöten empfohlen. Aber auch Weichlöten, Verkleben und Vernieten sind möglich, insbesondere bei den sehr seltenen Reparaturen.

Dachrinne schützen statt reinigen

Eine Alternative zum Reinigen der Regenrinne ist die Montage von Dachrinnenabdeckungen. Diese werden in flacher oder gewölbter Form hergestellt und sind für jede gängige Breite der verschiedenen Regenrinnen im Baumarkt oder beim Großhandel für Dachdeckerbedarf für wenige Euro erhältlich. Einmal in die Regenrinne eingesetzt, verhindert eine solche Abdeckung wirksam, dass sich Laub und Äste in der Dachrinne ansammeln können. Dann reicht es oftmals aus, wenn lediglich alle 2 Jahre die Regenrinne mit einem regulären Wasserstrahl oder einem Hochdruckreiniger vom angelagerten Schmutz befreit wird. Zudem ist dies ein wirksamer Schutz vor dem Verstopfen der Fallrohre.

Haken dabei ist, dass die Dachdeckereien zwar beim Verkauf und der Montage der Abdeckungen Geld verdienen konnten, anschließend aber vom zufriedenen Kunden seltener den Auftrag zum Reinigen der Regenrinnen erhalten. Vorteil ist, dass sich so sehr effizient und vor allem recht schnell die Dachrinnen mit einem automatischen System säubern lassen. Da die Kosten für die Reinigung einer Dachrinne für gewöhnlich nach laufenden Metern und nicht nach Arbeitsstunden berechnet wird, erzielt der Betrieb eine deutliche Einsparung bei der aufgewendeten Arbeitszeit. In der Folge ist es möglich:

  • durch eine Preissenkung oder Sonderangebote sowie Aktionsangebote auf sich aufmerksam zu machen,
  • Personal und Geräte besser auszulasten,
  • neue Kunden zu generieren
  • und den Gewinn zu erhöhen.

Fazit

Das Reinigen einer Dachrinne ist eine Pflichtaufgabe für Gebäudeeigentümer, die nicht vernachlässigt werden sollte. Die möglichen Folgen sind zumeist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Wer die Lebenserwartung einer Regenrinne verlängern will, kann neben der regelmäßigen Reinigung auch einen Schutzanstrich in Erwägung ziehen. Bei Dachrinnen aus Kupfer oder Edelstahl bietet sich hierzu ein klarer Metalllack an, basierend auf zwei Komponenten.

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