Kork ist ein natürlicher Rohstoff, der in vielen Formen als Baustoff zum Einsatz kommt. Das Material wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, Hauptlieferant ist Portugal. Geschätzt sind vor allem die positiven und besonderen Eigenschaften von Kork. Aus diesem Grund dient Kork als Ausgangsmaterial für Bodenbeläge, Dämmstoffe und andere Baustoffe.

Ein natürliches Baumaterial: Eigenschaften und Arten von Kork
Kork ist besonders aktuell gefragt, denn das natürliche Material erfüllt die Anforderungen an moderne Baustoffe. Nachwachsende Rohstoffe kommen bevorzugt zum Einsatz und auch Kunden fragen immer öfter nach natürlichen Alternativen. In den verschiedenen Varianten ist der Einsatz von Kork in vielen Bereichen möglich.
Massivkork ist die Rohform. Dieses Material dient als Ausgangsstoff für Baumaterialien, die in sichtbaren Bereichen zum Einsatz kommen. Dazu gehören vor allem Wandverkleidungen oder ein Bodenbelag aus Kork.
Industriekork ist eine robuste Form, bei der die technischen Eigenschaften des Materials im Vordergrund stehen. So weist Industriekork eine feine Struktur auf und ist stärker gepresst als andere Varianten. Dadurch wird das Material robuster. Es wird in unterschiedlichen Stärken, üblicherweise zwischen zwei und zehn Millimetern, hergestellt. Industriekork ist auf Rollen erhältlich, was die individuelle Weiterverarbeitung ermöglicht.
Backkork ist speziell für den Einsatz als Dämmmaterial konzipiert. Korkschrot wird durch Wasserdampf expandiert und dann in Form von Platten oder Granulat angeboten. Gummikork ist eine Mischung aus Kork und natürlichem Gummi. Beide Rohstoffe werden in Form von Granulat zusammengepresst. So entsteht Rohmaterial für den Einsatz als schallabsorbierender Baustoff.
Kork als Dämmmaterial in verschiedenen Bereichen
Mit seinen Eigenschaften ist Kork für die Verwendung als Dämmmaterial prädestiniert. Ebenfalls ist Kork für unterschiedliche Formen der Dämmung geeignet. Dämmmaterial auf Basis von Kork in den verschiedenen Formen ist in unserem Sortiment erhältlich.

Kork bringt optimale Eigenschaften für die Wärmedämmung mit. Bei einer Dicke von 18 Zentimetern erreicht das Material einen U-Wert von rund 0,24 W/(m²K). Somit ist selbst bei dünneren Schichten eine effektive Wärmedämmung möglich. Eine Korkdämmung ist beständig gegenüber Ungeziefer und verrottungsresistent. Gleichzeitig besitzt Kork hervorragende Wärmespeichereigenschaften. Aus diesem Grund kommt Kork für die Dämmung von Außenwänden sowie Kellerdecken zum Einsatz.
Korkschrot und Granulat aus Kork sind für die Dämmschüttung konzipiert. Die kleinen Körner sind für die Einblasdämmung geeignet, beispielsweise bei der Verfüllung von Hohlschichten und die Dämmung von Dachstühlen. Ebenfalls lässt sich Korkgranulat mit Beton vermischen und für die Isolierung von Gebäudefundamenten einsetzen.
In Form von Platten ist die Dämmung von Wänden mit Kork möglich. Kork-Dämmplatten gibt es nicht nur für den Innenbereich, auch die Fassadendämmung ist mit dem Material realisierbar. Durch Kork-Putz als abschließende Oberflächenbehandlung lässt sich die Farbe der Fassade individuell anpassen. Im Sommer dient Kork in der Fassadendämmung gleichzeitig als Hitzeschutz. Räume mit Lage nach Süden werden so vor einer Überhitzung geschützt. Ein weiterer Vorteil einer Fassadendämmung mit Kork ist der Schallschutz. Kork dämmt Geräusche, sodass sich gleichzeitig die Lärmbelastung, gerade in älteren Häusern und an viel befahrenen Straßen, deutlich reduzieren lässt. So ist eine Schallverbesserung zwischen 20 und 30 dB möglich.
Korkparkett bis Korkmosaik: Eigenschaften und Vorteile der verschiedenen Bodenbeläge Besonders bekannt ist Kork als Bodenbelag. Hier sind die positiven Eigenarten des Materials gefragt. Korkböden sind immer warm und somit besonders im Winter angenehm zu begehen. Ebenfalls ist Kork weich und federt, was die Gelenke schont und ein einzigartiges Gefühl liefert. In vielen Fällen sind Korkböden auch mit modernen Fußbodenheizungen kompatibel, vor allem mit Systemen mit Warmwasserkreislauf.

Korkböden mit Klicksystem sind inzwischen besonders beliebt. Diese Form wird auch als Korkparkett bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Kork, das auf Trägerplatten aus Holz aufgebracht ist. Dieses Korkfertigparkett ist in der Regel fertig versiegelt. Ein Verkleben mit dem Unterboden ist nicht erforderlich, denn Korkparkett wird schwimmend verlegt.
Korkfliesen hingegen bestehen vollständig aus Kork. Sie werden fest mit dem Untergrund verklebt, wobei es auch selbstklebende Varianten gibt. Die Oberfläche ist unversiegelt, sodass nach dem Verlegen eine Versiegelung erforderlich ist. Wie bei Holzparkett gibt es hier die Möglichkeit, auf Wachs, Öl oder Lack zurückzugreifen. Wachs und Öl sind ebenfalls natürliche Rohstoffe. Gerade Öl bewahrt die natürliche Haptik der Korkböden und sorgt dafür, dass der Boden diffusionsoffen bleibt. Lackierte Korkböden sind hingegen besonders robust und weisen eine hohe Resistenz gegenüber Feuchtigkeit auf. Damit ist der Einsatz sogar in Badezimmern möglich.
Eine besondere Form ist Korkmosaik. Dies sind Bodenbeläge, die aus kleinen, runden Korkchips bestehen. Diese werden beispielsweise mit Kunstharz versiegelt, sodass eine feste und robuste Oberfläche entsteht. Auch Korkmosaik ist wasserfest und somit eine Option für Feuchträume.
Wandverkleidungen aus Kork
Mit Wandkork gelingt die Innenraumgestaltung in einer besonderen Form. Es gibt Kork für die Wand in ganz natürlichen Farben und Mustern sowie auch gefärbt. Die Oberflächen sind in der Regel gewachst, sodass Korkwände schmutzabweisend und auch feuchtigkeitsgeschützt sowie leicht zu reinigen sind. Wandkork wird entweder direkt mit dem Untergrund verklebt oder alternativ verschraubt. Dies hängt von der konkreten Wandverkleidung ab.
Die klassische Form sind Korkplatten. Diese haben ähnliche Größen wie Wandfliesen und lassen sich schnell verlegen. Bei 3D-Wandkork ist die Oberfläche zusätzlich gestaltet. Hier sind unterschiedlichste Strukturen möglich, von modernen Mustern bis hin zu naturnahen Reliefoberflächen. Wandkork auf Rollen lässt sich ähnlich wie eine Tapete verarbeiten.
Schalldämmung mit Kork
Ein weiterer Einsatzbereich von Kork ist in der Schalldämmung. Dabei kommt Kork sowohl für die Schalldämmung von Räumen als auch als Trittschalldämmung zum Einsatz.

Die Trittschalldämmung wird mit dünnem Rollkork realisiert. Diese Rollenware wird unter dem eigentlichen Bodenbelag und auf beispielsweise Estrich ausgebracht. In dieser Funktion erfüllt der Rollkork gleich mehrere Aufgaben. Die Primärfunktion ist die Trittschalldämmung. Darüber hinaus agiert eine Trittschalldämmung mit Kork auch als Wärmeisolation. Der Fußboden ist somit vor allem in der kalten Jahreszeit wärmer. Rollkork gleicht zudem kleinere Unebenheiten im Untergrund aus.
Rollkork wird primär unter schwimmend verlegten Massivböden wie Parkett ausgebracht und dämmt so einerseits die typischen Trittgeräusche, die in einem Raum mit Holzfußboden entstehen. Andererseits wird auch die Geräuschentwicklung in dem darunterliegenden Raum reduziert.
Eine weitere Form der Schalldämmung ist mit Kork-Akustikplatten möglich. Diese Schalldämmplatten aus Kork sind für die Befestigung an Wänden gedacht. Hier kombinieren sich die guten Schalldämmeigenschaften des Materials mit schallschluckenden Oberflächenstrukturen. Spezielle Akustik-Korkwände verbessern sogar die Klangeigenschaften von Räumen.