Zum Inhalt springen Zum Navigationsmenü springen
ex::   isB2B: false   isB2CEnabled: true   ShowPrice: brutto      
1. Mai 2025  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden: So finden Handwerksbetriebe Fachkräfte

von  textbroker | 7 Min. Lesezeit | #Handwerk  #Fachkräfte  #Stellenanzeige  #Personalgewinnung  #Mitarbeitersuche 
Jetzt im Audioformat verfügbar!

Die eigenen Mitarbeitenden sind wahrscheinlich das größte Kapital eines Unternehmens. Das gilt vielleicht in keinem Sektor so sehr wie im Handwerk, wo individuelle Fähigkeiten ausschlaggebend sind. Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden gestaltet sich zunehmend schwerer. Einige Tipps, die Handwerksbetriebe anwenden können, um motiviertes und kompetentes Personal anzulocken.

Überzeugende Stellenanzeigen machen den Unterschied

Viele Stellenanzeigen ähneln sich und lesen sich unglaublich verschachtelt, bleiben aber gleichzeitig nichtssagend. Das liegt auch daran, dass Unternehmen diese Anzeigen selbst aufgeben und sich an anderen Inseraten auf dem Markt orientieren. Das führt dazu, dass bestimmte Formulierungen und Floskeln immer wieder übernommen werden.

Unternehmen haben natürlich eine klare Vorstellung von Fähigkeiten und Erfahrungen, die Bewerber mitbringen sollen. Das führt schnell zu einer langen Liste, die den Leser jedoch erschlagen und abschrecken. Wenn eine Stellenanzeige eine Reihe von Anforderungen listet und dann noch mit „Mindestens X Jahre Erfahrung im Beruf“ abschließt, sehen Bewerber vielleicht von einer Kontaktaufnahme ab, weil ein Punkt nicht vollständig erfüllt wird.

Handwerker steht mit Tablet im Lager zwischen Ware
In der Realität würde es sich vielleicht um den optimalen Kandidaten handeln. Aus diesem Grund sollten sich Betriebe in der Stellenanzeige auf die drei der wichtigsten Fähigkeiten beschränken. Es gilt, genau zu überlegen, welche Fertigkeiten und Erfahrungen die höchste Priorität besitzen. Zusätzliche Fähigkeiten lassen sich bei Bedarf entwickeln oder vielleicht bringt ein Bewerber das passende Skillset mit.
Beispielsweise beschreiben sich Arbeitgeber in Stellenanzeigen gerne als traditionsreiche, dynamische oder etablierte Unternehmen. Oftmals können die Arbeitgeber selbst nicht genau erklären, was sie damit genau meinen oder wie diese Information den Bewerbern helfen soll. Es ist viel sinnvoller, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und die Arbeitsaufgaben möglichst präzise sowie kurz zu beschreiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Gehaltsrahmen. Viele Stellenanzeigen schweigen sich darüber aus oder sprechen von einer „leistungsorientierten Vergütung“. Dies ist nichtssagend und verfehlt vor allem potenzielle Bewerber, die aktuell eine Anstellung besitzen, aber mit dem Gedanken einer Veränderung spielen. Wird hingegen ein ungefährer Verdienstrahmen genannt, dann bewerben sich eventuell mehr Personen mit aktiver Beschäftigung, wenn eine Verbesserung des Lohns möglich ist. Gerade auf diesem Weg können Betriebe die gesuchten Fachkräfte mit viel Erfahrung und Fertigkeiten ansprechen.

Gerade im Handwerk ist es zudem sinnvoll, passenden Bewerbern im Rahmen eines persönlichen Gesprächs die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Wer die beste Bewerbungsmappe zusammenstellt, ist nicht automatisch der geeignete Kandidat für einen handwerklichen Beruf. Außerdem muss die Chemie auf persönlicher Ebene stimmen. Das lässt sich nur bei einer direkten Begegnung feststellen.

Digital oder klassisch – moderne Stellenanzeigen sind vor allem individuell

Mensch am Laptop mit digitalen Stellenanzeigen die visuell in der Luft stehen
Unternehmen veröffentlichen Stellenanzeigen heutzutage fast ausschließlich in digitaler Form. Daran ist nichts auszusetzen, denn auf diesem Weg lässt sich die größte Reichweite erzielen. Gleichzeitig gibt es keinen Grund, das Stellengesuch nicht simultan ebenfalls in der lokalen Tageszeitung zu inserieren.
Der Erfolg einer Stellenanzeige hängt jedoch nicht davon ab, ob diese in digitaler oder einer anderen Form veröffentlicht wird. Viel wichtiger ist es, sich von anderen Inseraten abzuheben. Das gelingt in erster Linie, wenn ein Unternehmen sich authentisch präsentiert und den Leser abholt. Aus Umfragen geht hervor, dass Leser von Stellenangeboten sich in weniger als fünf Minuten entscheiden, ob sie sich auf ein Inserat bewerben.

Das gelingt zum Beispiel dadurch, dass sich ein Betrieb nahbar und realistisch präsentiert. Gerade im Handwerk ist eine künstlich geschwollene Redensart unpassend, denn im Alltag wird so in der Werkstatt oder auf der Baustelle zwischen den Mitarbeitenden auch nicht gesprochen. Es ist also wichtig, sich bereits in der Stellenanzeige so zu präsentieren, wie auch die Unternehmenskultur gelebt wird. Dies darf eben durchaus humorvoll, herzlich oder direkt sein – ganz wie der Alltag im Betrieb. Dann wissen Bewerber gleich, in welches Umfeld sie kommen. Das kann durchaus ein gutes Argument für das eigene Unternehmen sein.

Außerdem muss die Stellenanzeige nicht unbedingt auf den einschlägigen Jobportalen beziehungsweise ausschließlich dort platziert werden. Es gibt eine Reihe von weiteren Möglichkeiten, neue Mitarbeitende zu finden. Wer andere Kanäle bespielt, vergrößert die Reichweite und damit auch die Chance, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Eine solche Option sind die sozialen Medien. Viele Handwerksbetriebe betreiben bereits eigene Social-Media-Profile, da dies heutzutage zum Marketing dazu gehört. Es gibt keinen Grund, zwischen den regulären Posts auch Stellengesuche zu platzieren.

Das gibt die Möglichkeit, die Stellensuche aufzulockern. Da bietet es sich beispielsweise an, mit einem Video nach neuen Mitarbeitenden zu suchen. Solche Videos können zwanglos, selbstironisch oder auf eine andere Art kreativ sein. Wichtig ist, dass es zum eigenen Unternehmen passt. In der Vergangenheit sind sogar kleine Unternehmen mit solchen Stellenanzeigen im Videoformat viral gegangen und haben eine enorme Aufmerksamkeit weit über den Stellenmarkt hinaus generiert. Etwas Besseres kann einem Handwerksbetrieb kaum passieren, denn das hebt gleichzeitig den Bekanntheitsgrad des Unternehmens.

Mitarbeiterempfehlungen und das eigene Netzwerk – oft unterschätzte Kanäle für die Rekrutierung

menschliche Hand hält schwebende visuelle Icons in der Hand
Unternehmen vergessen bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden oft einen wichtigen Kanal, und zwar die eigene Belegschaft. Es ist gar nicht unüblich, dass diese eigene Kontakte in die Branche besitzen, beispielsweise alte Freunde aus der Berufsschule. Gleiches gilt für das eigene Netzwerk, das über die Jahre wächst.
Diese potenziellen Quellen sollten keinesfalls außer Acht gelassen werden, denn die Chancen stehen gut, auf diesem Weg Fachkräfte zu finden.

Lokal engagiert sowie präsent – gute Imagewerbung und gleichzeitig Werbung für Fachkräfte

Zwei Handwerker schütteln Mann die Hand in der Werkstatt
Ein hoher Bekanntheitsgrad ist für Handwerksbetriebe grundsätzlich von Vorteil. Dies resultiert in einem höheren Auftragseingang. Es gibt aber noch weitere Vorteile, wenn der eigene Betrieb lokal bekannt und nahbar ist, und zwar steigt die Attraktivität für Fachkräfte.
Das lässt sich auf verschiedenen Wegen erreichen. Gerade in kleineren Gemeinden gibt es viele lokale Aktivitäten, zum Beispiel Dorffeste oder das Osterfeuer. Hier lohnt es sich, sich aktiv einzubringen und an den Veranstaltungen teilzunehmen. Dies gelingt natürlich auch in Städten, wo es beispielsweise Sportvereine und sportliche Veranstaltungen gibt, bei denen eine Teilnahme oder Sponsoring möglich sind.

Welches Bild ein Unternehmen von sich präsentieren will, liegt ganz in der Hand des Betriebs selbst. Das können die Einbringung in Umweltprojekte sein, wie die Pflanzung von Bäumen oder die Renaturierung von Flussläufen. Weitere Optionen sind die Teilnahme mit einem eigenen Team an einem Marathon oder die Unterstützung von karitativen Zwecken. So bekommt der Betrieb ein Gesicht und Menschen haben die Gelegenheit, sich mit einem Unternehmen und den Werten zu identifizieren.

firmenlogo textbroker

textbroker

Bekannt als führende Content-Plattform stellt Textbroker verschiedenste hochwertige Texte aus einer großen Auswahl von nationalen und internationalen Fachautoren zusammen und bereitet diese maßgeschneidert für Handwerker und Brancheninteressierte auf.

Artikel teilen

Das könnte Sie auch interessieren

1. Juni 2026
von textbroker | 6 Min. Lesezeit

Im Bereich des Klimaschutzes spielt die Speicherung von Kohlenstoff zunehmend eine Rolle. Eine praktische Option ist die Speicherung in Beton. Eine Forschungsinitiative möchte mit einer neuen Methode den CO₂-Gehalt in der Atmosphäre reduzieren und das Kohlendioxid...

13. Mai 2026
von textbroker | 6 Min. Lesezeit

Hanfkalk besteht aus Grundstoffen, die schon seit Ewigkeiten als Baumaterialien zum Einsatz kommen. Gleichzeitig ist der Bioverbundwerkstoffe ein moderner Baustoff, der seine Ursprünge in den 1980er-Jahren in Frankreich hat. Heutzutage ergeben sich neue Einsatzmöglichkeiten für Hanfkalk, und das Baumaterial zeigt sich erstaunlich vielseitig.

5. Mai 2026
von textbroker | 6 Min. Lesezeit

Bereits seit vielen Jahren kämpft die Baubranche mit steigenden Kosten. Dies hat zu einer Diskrepanz zwischen den benötigten und den fertiggestellten Wohnungen geführt. Darunter leidet besonders der Sozialbau, weil das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue...

Leider konnten keine Produkte gefunden werden
Das gewünschte Variantenprodukt befindet sich bereits in der Liste. Die zuvor gewählte Variante wurde aus der Liste entfernt.
Geben Sie hier Ihren Suchbegriff bzw. die Artikelnummer ein und wählen Sie die richtige Position aus der Vorschlagsliste aus. Nun können Sie die gewünschte Anzahl zum Warenkorb hinzufügen.
Tragen Sie hier bitte Ihre Bestellung ein