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21. März 2026  (aktualisiert am 23. März 2026)

Neu: Barrierefreie Übergänge als anerkannter Standard

von  hagebau Redaktion | 4 Min. Lesezeit | #Barrierefrei  #Übergang  #Terrasse  #Flachdachrichtlinie  #Flachdach 

Zu den wichtigsten Neuerungen der Flachdachrichtlinie gehört die Aufnahme der „barrierefreien Übergänge“ in das Regelwerk. Damit stehen erstmals klare Standards für die Planung und Ausführung dieser bei Bauherren sehr beliebten Konstruktion zur Verfügung.

Für eine einfache Umsetzung finden sich in der Flachdachrichtlinie zahlreiche farbige Zeichnungen, die viele relevante Informationen enthalten, wie die drei Beispiele auf dieser Doppelseite zeigen. Leicht verständliche Texte zu den Konstruktions-Varianten ergänzen die Abbildungen. Die Informationen zu Höhen, Schichtaufbauten u.a.m. sollen strikt beachtet werden, damit die Ausführung den Anforderungen auch tatsächlich genügt und Rechtssicherheit gegeben ist.

Vorgänger der neuen Regelungen ist die bekannte „Planungshilfe barrierefreie Übergänge für Dachterrassen und Balkone“, die der ZDVH 2020 veröffentlich hatte. Sie zeigte bereits, wie eine sichere Ausführung von barrierefreien Übergängen in der Praxis aussehen kann. Im Mittelpunkt der Planungshilfe standen insbesondere Schnittstellenprobleme zwischen den verschiedenen Gewerken und die besonderen Anforderungen an die Abdichtung. Die wesentlichen Inhalte dieser „alten“ Planungshilfe und die Erkenntnisse aus der Praxis wurden jetzt in die neue Flachdachrichtlinie übertragen.

Ausbildung von Fensterelementstößen

Grafik über Ausbildung von Fensterelementstößen vor der Montage des Abdeckprofils
Ausbildung von Fensterelementstößen vor der Montage des Abdeckprofils
Grafik über Ausbildung von Fensterelementstößen nach der Montage des Abdeckprofils
Ausbildung von Fensterelementstößen nach der Montage des Abdeckprofils
Grafik über Belag auf Stelzlager mit Schlitz-/Drainage-/Fassadenrinne und oberseitigem Rost vor dem Fenster. Hauptentwässerung über Attikaablauf.
Belag auf Stelzlager mit Schlitz-/Drainage-/Fassadenrinne und oberseitigem Rost vor dem Fenster. Hauptentwässerung über Attikaablauf.

Das magische Dreieck

Bei der technischen Umsetzung von barrierefreien Anschlüssen spricht man auch vom „magischen Dreieck“: dem perfekten Zusammenspiel aus drei wesentlichen Bereichen:

  1. Das Fenster: es muss schlagregendicht sein, mit Entwässerungsschlitzen, die sichtbar nach außen entwässern.
  2. Die Abdichtung: ein fachregelkonformer Anschluss an das Element, häufig mit Flüssigkunststoff.
  3. Die Entwässerung: Rinnen, Haupt- und Notentwässerung müssen das Wasser sicher abführen.
Barrierefreier Übergang einer Terrasse in die Wohnung
Untergrundflüssigkeit wird am Übergang von Boden zu Wand verstrichen
Rinne zum Wasserauffangen beim Übergang von Boden zur Wand

Vielen Dachhandwerkern geläufig ist die sogenannte 5-10-15-Regel (siehe folgender Kasten).


Die 5-10-15-Regel 

… ist eine bewährte Eselsbrücke aus der Praxis für die Entwässerung barrierefreier Anschlüsse: Mindestens 5 cm Haftfläche werden benötigt für den Flüssigkunststoff am Rahmen, zudem muss der Notüberlauf mindestens 5 cm tiefer liegen als die Oberkante des Anschlusses. Die Anschlusshöhe liegt bei 10 cm im barrierefreien Bereich, mit einer maximalen Entfernung zur Entwässerung von 10 Metern. Außerhalb des barrierefreien Bereiches bleiben die klassischen 15 cm Anschlusshöhe bestehen.


Hagebauprofi-Logo in Rot und Grün mit stilisiertem Sechseck.

hagebau Redaktion

Der hagebau Fachhandel ist unter dem Dach der hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG führende Kooperation im Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel. Die zwölf Spezialisierungssysteme und das E-Commerce Team veröffentlichen die redaktionellen Inhalte.

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