Die Lieferung und Entladung von Baustoffen gelingen zuverlässig, wenn diese schon bei der Einrichtung der Baustelle geplant und entsprechend vorbereitet werden.
Jeder erfahrene Fachunternehmer am Bau und alle Spediteure können unzählige Geschichten von Lieferungen erzählen, die ihnen sprichwörtlich graue Haare verursacht haben. Steckengebliebene LKW, Entladung von Hand, falsche Adressen – die Liste ist lang. Die Ursachen sind in der Regel dieselben: Fehler bei der Baustelleneinrichtung und Kommunikation.
Klassische Fehlerquellen sind beispielsweise:
- Baustelle personell un- oder unterbesetzt
- Keine geeigneten Kranentladevorrichtungen vorhanden bzw. nicht mitbestellt
- Fehlende Genehmigungen zur Einfahrt / Entladung am geplanten Bestimmungsort
- Straßen / Kreuzungen sind zugeparkt (keine Parkverbotszone eingerichtet)
- Keine Vorkehrungen für Abstell- und Lagermöglichkeit getroffen
- Entfernung der Abladestelle zum Zwischenlager zu groß
- Nicht befahrbare Baustraßen am vorgesehenen Lieferort
Die 5 wichtigsten Tipps für eine reibungslose Baustellenlogistik
1. Genehmigung einholen

Die Anordnung muss durch den Warenempfänger beantragt werden.
2. Durchfahrtsmaße beachten

Durchfahrtsbreite mind. 3,5 m, Durchfahrthöhe mind. 4,2 m.
Ist nur eine Zufahrt zur Abladestelle vorhanden, benötigt das Transportfahrzeug genug Raum, um zu wenden und zu rangieren.
3. Bodenbeschaffenheit prüfen

4. Entladezone und Abladefläche planen

Für einen Jumbo-Zug ist eine 18 m lange und 8 m breite Entladezone nötig.
Die Ablade- bzw. Lagerfläche sollte max. 50 Meter entfernt sein. In der Innenstadt können temporär eingerichtete Parkverbote hilfreich sein.
5. Kommunizieren

Wichtig: Oft sind es Kleinigkeiten, die eine effektive Kommunikation scheitern lassen – zum Beispiel falsche Telefonnummern und/oder falsche Ansprechpartner, die wichtige Informationen unter Umständen nicht weitergeben.